Drei Experten aus der Region beraten und informieren kostenlos unsere Leser am Telefon
Wenn Zecken krank machen: Telefon-Sprechstunde

Symbolbild: Unger

Amberg/Weiden. Wenn es die Oberpfälzer nach draußen zieht, lauert dort schon jetzt eine unterschätzte Gefahr: Zecken. Deshalb bietet unsere Zeitung eine Telefon-Sprechstunde zum diesem Thema an.

Dr. Frank Huber, (Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum St. Marien Amberg), Dr. Thorsten Heider (Oberarzt in der Klinik für Neurologie am St. Marien) und Dr. Michael Angerer (Chefarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Weiden) beantworten Fragen unserer Leser heute , 8. Juni, von 17 bis 19 Uhr . Die Experten Dr. Huber und Dr. Heider klären hier bereits drei Mythen auf.

Mythos Nr. 1: Die Zecke beißt

"Das stimmt nicht", erklärt Dr. Heider. "Die Zecke ritzt mit ihrem Kiefer in die Haut des Wirtes, und dann sticht sie mit ihrem Stechrüssel zu." Das Blutsaugen kann mehrere Tage dauern. Wer eine Zecke an seinem Körper entdeckt, sollte sie schnellstmöglich entfernen. "Das Infektionsrisiko steigt mit der Dauer des Saug-Aktes", erläutert Dr. Huber.

Mythos Nr. 2: Klebstoff hilft beim Entfernen

"Ganz im Gegenteil", warnt Dr. Heider. "Lassen Sie die Finger von Kleber, Öl oder Nagellack!" Die Zecke könne sich erbrechen. Damit steige das Infektionsrisiko.

Mythos Nr. 3: Impfung? Brauch ich nicht, kann ich doch nachholen

Klares Nein von den beiden Experten: "Impfen können wir nur vorsorglich - und auch nur gegen FSME. Nicht gegen die Borreliose, die ebenfalls von Zecken übertragen werden kann."

Weitere Informationen zum Thema Zecken finden Sie unter www.onetz.de/themen/zecken.html
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.