Drei Fragen an den Pilzsachverständigen Herbert Baumanis
88 Gramm sind schon XXL-Format

Ein Eierschwammerl in XXL: Dieser Pfifferling brachte allein 88 Gramm auf die Waage. Bild: Felix Kopera
Amberg-Sulzbach. Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Jede Menge Eierschwammerln hat Felix Kopera in den vergangenen Tagen in einem Wald bei Schnaittenbach gefunden. Einer der Pfifferlinge brachte ein Gewicht von 88 Gramm auf die Waage.

Ob das ein richtiges Schwergewicht ist, weiß Herbert Baumanis aus Amberg, Pilzsachverständiger der deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Ein Pfifferling mit 88 Gramm, ist das ein XXL-Schwammerl?

Herbert Baumanis: Genau, so ist es. Wenn ein Eierschwammerl 88 Gramm schwer ist, dann ist das schon ein richtiger Kawenzmann. Pfifferlinge, die ungefähr 40 Gramm wiegen, sind eigentlich schon große Exemplare. Bei 88 Gramm muss das Eierschwammerl einen Durchmesser von etwa 15 Zentimeter haben.

Wie schaut's derzeit mit den Eierschwammerln im Wald aus?

Im Moment schaut's schlecht aus, vereinzelt findet man ein paar, aber nicht die großen Mengen. Kein Vergleich zur letzten Juni-Woche. Derzeit herrscht im Wald ein bisschen eine Pilz-Flaute, auch Steinpilze gibt es nicht. Dafür findet man aktuell aber Milch-Brätlinge.

Wo muss jemand suchen, der keinen streng geheimen Pilz-Platz hat?

Wer Eierschwammerl sucht, muss auf moosigem Boden und in feuchten Wäldern schauen. Mitunter sind sie auch direkt an den Waldwegen zu finden. Einen bestimmten Baumpartner brauchen sie nicht, sie wachsen sowohl in Nadel- als auch in Laubwäldern. Pfifferlinge sind relativ anspruchslos, nicht wie die Birkenpilze: Denn ohne Birken gibt es keinen Birkenpilz.
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