Drillinge Leni, Tim und Paul kommen acht Wochen zu früh
Die eiligen drei Winkler-Kinder

Leni (Mitte) und ihre Brüder kamen acht Wochen zu früh auf die Welt. Die Drillinge müssen deswegen eventuell noch bis nach Weihnachten auf der Kinderintensivstation des Klinikums St. Marien bleiben. Bild: privat

Bis Weihnachten sind es noch ein paar Tage. Im Hause Winkler ist aber schon jetzt Bescherung, denn die schönsten Geschenke haben sich Mama Christina und Papa Florian selbst gemacht. Sie heißen Leni, Paul und Tim.

Amberg/Höhengau. (tk) Gleich dreifach hat es für Familie Winkler aus Höhengau (Markt Hahnbach) ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gegeben. Wie das Klinikum gestern mitteilte, kamen bereits Mitte November, und damit acht Wochen zu früh, die Drillinge der Winklers auf die Welt. Paul (43 Zentimeter und 1540 Gramm) und Tim (39,5/1600) sind eineiige Zwillinge, die Dritte im Bunde ist ihr Schwesterchen Leni (39,5/ 1615). "Es war unsere erste Schwangerschaft - und dann gleich drei auf einmal", freut sich Mama Christina: "Zuerst haben wir schon gedacht: Oh Gott! Aber jetzt sind wir sehr froh, dass wir die drei haben."

Mehrlingschwangerschaften stellen laut Klinikumssprecherin Stephanie Gräß immer ein Risiko dar. Deshalb sei Christina Winkler zur Sicherheit im Perinatalzentrum überwacht worden. In solchen Zentren sorgen speziell ausgebildete Hebammen, Geburtshelfer, Kinderärzte und Pflegekräfte dafür, dass die Schwangerschaft, die Entbindung und die erste Zeit nach der Geburt für die Mütter und ihre Kinder so komplikationslos wie möglich verlaufen, auch wenn Besonderheiten vorliegen. In der Mitteilung aus St. Marien heißt es dazu: "Das Team am Klinikum ist auch für die Betreuung von Frühgeborenen ausgebildet." Es begleitete die Schwangerschaft ab der 16. Woche.

Acht Wochen zu früh


In der 32. Schwangerschaftswoche kamen die Drillinge zur Welt. Das ist zwar acht Wochen vor dem eigentlichen Entbindungstermin - "bei Drillingen ist das aber ein erfreuliches Ergebnis", ergänzt Gräß. Trotzdem müssen die Kinder derzeit noch auf der Kinderintensivstation des Klinikums betreut werden. "Für mich ist die Situation nicht ganz so einfach", sagt der frischgebackene Papa. "Meine Frau ist gelernte Krankenschwester. Sie kennt die vielen Geräte und Monitore und weiß, was alles bedeutet. Wenn dann mal ein Alarm losgeht, bin ich schneller angespannt. Meine Frau lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen." Ansonsten ist Florian Winkler aber sehr glücklich, denn den Drillingen geht es gut: "Alle sind fit und nehmen schon gut zu."

Zweimal täglich darf Christina Winkler ihre Babys besuchen - der Papa kommt immer abends und am Wochenende mit. Dann wird gewickelt, gefüttert und gebadet. "Wir werden von den Pflegekräften hier super angeleitet und bekommen viele wertvolle Tipps", erzählt Christina Winkler. "Und mein Mann bringt sich sehr gut ein. Er hat die ersten beiden Monate Elternzeit und kann mich dann zu Hause unterstützen. Und danach hilft dann die Familie mit."

Noch länger im Klinikum


Der errechnete Geburtstermin war der 7. Januar. Normalerweise sollten die Drillinge bis dahin noch im Klinikum bleiben. "Wenn sie sich weiter so prima entwickeln, dürfen wir sie aber vielleicht schon früher mit nach Hause nehmen", hoffen die Winklers. Dann können sie vielleicht gemeinsam Weihnachten feiern. Zu fünft.
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