Ehejubilare erzählen zur Diamantenen ihre Liebesgeschichte
Romanze a là Hollywood

Bürgermeister Martin Preuß (Mitte) gratulierte Ludwig und Anna Hirschmann zu ihrem 60. Ehejubiläum. Bild: hfz

Die Geschichte ihres Kennenlernens könnte aus einem romantischen Hollywoodstreifen stammen. "Ich habe damals noch in Nürnberg gelebt und hatte einen Freund, mit dem ich öfter etwas gemacht habe", erzählte Ludwig Hirschmann bei der Feier seiner diamantenen Hochzeit. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass dieser Freund der Stiefcousin seiner zukünftigen Ehefrau Anna war.

"Seine Gattin war Näherin. Von ihr habe ich mir damals ein Kleid anfertigen lassen", komplettierte Anna Hirschmann das Bild. "Und genau zu dieser Zeit hat mich mein Kumpel zu sich mit nach Hause genommen. Da habe ich sie das erste Mal gesehen, das war 1954", schilderte ihr Mann den Moment des Liebesbeginns.

Nur zwei Jahre später heiratete das Paar in der Georgskirche, das seine Hochzeit in der Hoffnung auf ein erstes Frühlingserwachen auf Februar gelegt hatte. "Am Tag unserer Trauung hatte es dann aber minus 30 Grad und es lag sehr viel Schnee", blickte die 80-jährige Ambergerin lächelnd zurück. "Wir wohnten zwar in Nürnberg, aber es war üblich, dort zu heiraten, wo die Braut herstammt."

1963 schließlich zogen die beiden nach Amberg. "Meine Schwiegermutter hatte ein Haus in der Langen Gasse. Da wollten wir aber nicht wohnen, deshalb sind wir nach Gailoh gezogen und leben hier bis heute gerne", so Ludwig Hirschmann. Der 84-Jährige hat ein ungewöhnliches Hobby: Er stellt Schmuck selbst her. "Das habe ich meiner Frau zu verdanken", berichtete der Feinmechaniker, der bei Siemens im Labor gearbeitet hatte. Anna habe sich einst eine Tracht gekauft und wollte dafür ein Charivari. "Ich glaubte nicht, dass er das machen kann", blendete seine Gattin schmunzelnd zurück und ließ sich dann mit einer Silberkette eines Besseren belehren.

Zum 60. Ehejubiläum gratulierte auch Ministerpräsident Horst Seehofer per Schreiben, und Bürgermeister Marin Preuß überbrachte Glückwünsche und ein Geschenk der Stadt.
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