Ehepaar Müller seit 65 Jahren verheiratet
Eiserner Zusammenhalt

Mit einem Geschenk gratulierte Bürgermeister Martin Preuß (links) den Eheleuten Hiltrud und Ferdinand Müller zum 65. Hochzeitstag. Das Paar hatte sich 1947 bei einem Tanzkurs kennengelernt, sich ein Jahr später verlobt und 1951 geheiratet. Bild: gf

Die Kriegsjahre und den Militärdienst bei der Marine hatte Ferdinand Müller hinter sich gebracht, war als Student für das höhere Lehramt und bei der Studentenverbindung Gothia Würzburg. 1947 organisierte diese einen Tanzkurs - und Müller lernte seine spätere Frau Hiltrud kennen.

1948 feierte das Paar seine Verlobung, und als der Neuphilologe sein Studium abgeschlossen hatte, heiratete er seine Hiltrud am 21. August 1951 in Würzburg. Die erste feste Anstellung erhielt Ferdinand Müller am Gymnasium in Mainburg, 1952 wurde er an das Gymnasium in Hersbruck versetzt, unterrichtete dort über 20 Jahre, bevor er sich für die Stelle des Schulleiters des Erasmus-Gymnasiums in Amberg bewarb. Er wurde schnell zum Oberstudiendirektor befördert und im Sommer 1988 pensioniert. In seine Amtszeit fiel die Sanierung des EG, der Bau der Doppelturnhalle sowie der Beginn des Schüleraustausches mit dem Collège Clos-Chassaing in der Partnerstadt Périgueux.

Im Laufe der Jahre kamen zwei Söhne des Paares zur Welt, schließlich drei Enkelkinder, aber auch schon zwei Urenkel. Hiltrud Müller war nie berufstätig, war aber mit der Erziehung der Kinder und Enkel und dem Haushalt gut beschäftigt. Seit 40 Jahren wohnen die Müllers in der Von-Scheffel-Straße, haben aber die Ferien immer für ausgedehnte Reisen in die Mittelmeer-Anrainerstaaten genutzt, außerdem standen die skandinavischen Länder, England, Irland und Russland auf der Liste der Ziele. "So wirklich gestritten haben wir nie in unseren 65 Ehejahren", versichert Hiltrud Müller, "wir waren fast immer einer Meinung."

Am Sonntag wurde ausgiebig und mit fast 30 Verwandten die eiserne Hochzeit gefeiert. Bürgermeister Martin Preuß gratulierte für die Stadt und überreichte dem Paar handbemalte Amberger Kaffee-Haferln für das gemeinsame Frühstück. Im Auftrag des bayerischen Ministerpräsidenten überbrachte Preuß dessen Glückwünsche und einen Bildband von Bayern.
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