Ein Amberger Mädl:
90 Jahre blieb Margarete Ritz der Altstadt treu

Ihr neues Zuhause ist ebenfalls in der Altstadt: Bürgermeisterin Brigitte Netta kam ins Marienheim, um Margarete Ritz zu gratulieren. Bild: pinl

Nachdem Bürgermeisterin Brigitte Netta gratuliert hatte, kamen prompt die beiden Freundinnen Monika und Annemarie vorbei, um Margarete Ritz am Dienstag zu beglückwünschen. Zu 90 Jahren, die sie zeitlebens innerhalb der Stadtmauer verbrachte.

Geboren und aufgewachsen ist Margarete Ritz sogar im Herzen Ambergs: Am Marktplatz 10, "quasi als Nachbarin des damaligen Oberbürgermeisters", scherzte Brigitte Netta. Auch der Mann der Jubilarin stammte aus demselben Haus. "Mit uns war es immer schon ein Hin und Her und dann schließlich haben wir geheiratet", erzählte die Frau schmunzelnd. Von der Entscheidung der damals 17-Jährigen waren die Eltern aber 1943 nicht begeistert. Doch in diesen unsicheren Zeiten wollte Ritz auch ein Stück Sicherheit, wie sie erklärte. Ihr jüngerer Bruder Karl-Josef hingegen habe den Zweiten Weltkrieg nicht überlebt und sei in einem U-Boot umgekommen. Auch den Tod ihrer Schwester Theresia 1997 musste Ritz als ältestes Kind miterleben.

Neben ihrem Beruf als Verkäuferin hatte sie den Haushalt und die Erziehung ihrer beiden Söhne Karl und Adolf zu stemmen. Ein arbeitsreiches Leben, "zu klagen hatte ich aber nie", beschwichtigte sie. Dankbar ist die 90-Jährige für die Hilfe ihrer Nichte Irene. "Sie ist wie eine Adoptivtochter", bemerkte Ritz. Ihr Domizil im Caritas-Marienheim bezog sie erst vor drei Wochen, bis dahin hatte sie sich in ihrer Wohnung in der Batteriegasse eigenständig versorgt.
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