Ein Besuch im Berufsinformationszentrum – Mitarbeiter unterstützen die Jugendlichen bei der Informationssuche – Tests am PC
Weichenstellung für neuen Lebensabschnitt

Schüler bei der Informationssuche im BiZ Amberg. (Foto: Agentur für Arbeit)
 
U nabhängig vom Besuch mit der Schulklasse können Jugendliche unser Angebot solange und so oft nutzen wie sie möchten – ohne Anmeldung. BiZ-Leiter Engelbert Tischler
(aha)

Viele Schüler wissen, dass sie mal gutes Geld verdienen wollen. Nur: Ob der „Traumberuf“ dann auch zu ihren Fähigkeiten passt und finanziell das bringt, was sie sich wünschen, zeigt sich erst nach einem Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ). Und da landen manche Jugendliche schnell auf dem Boden der Realität.

„Am gefragtesten sind immer noch Jobs im Büro und im technischen Bereich, zum
Beispiel Mechatroniker. Und viele wollen in die Industrie“, sagt Engelbert Tischler,
der Leiter des BIZ in Amberg, das zur Arbeitsagentur Schwandorf gehört.

Ein Thema hat für die jungen Menschen Priorität noch beor Schüler zu Tischler und dessen Team ins BIZ in der Amberger Jahnstraße kommen: „Der Verdienst steht an oberster Stelle. Die wissen schon grob, was sie mal lernen wollen, vor allem aber wollen sie gutes Geld verdienen!“

Im BIZ können sich Schüler aller Schularten – von der Mittelschule bis zum Gymnasium – rund um Arbeitsmarkt, Berufs- und Studienwahl, Stellensuche sowie Weiterbildung informieren und nach passenden Arbeitsund Ausbildungsplätzen oder Studienmöglichkeiten suchen. „Stoßzeiten“ sind laut Tischler immer von Oktober bis Ostern.

„Die Schüler sind etwa zwei Stunden bei uns. Nach einer Einführung machen sie Tests an den Bildschirmen und ermitteln somit die für sie geeigneten Berufe“, verweist Tischler auf die ausgebuchten Plätze. Dabei sollte man zuerst seine Fähigkeiten und Neigungen ermitteln sowie sich überlegen, welche Art von Arbeit in Frage kommt. Füttert man den Computer mit diesen Informationen, erscheint sofort eine Liste mit Berufen, welche die geforderten Kennzeichen besitzen.

Die Berufsberater der Agentur für Arbeit besuchen vorab die Schulen, informieren und bereiten die angehenden Azubis auf den Besuch vor Ort vor.

Ehrliche Antworten


Per Mausklick lassen sich dann Ausbildungsdauer, Verdienstmöglichkeiten, Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und vieles mehr ermitteln. „Da kommt dann schon mal was ganz anderes raus, als das, was sich die Schüler erhofft hatten“, berichtet Berufsberaterin Christina Hartl. Sie rät Schülern dringend, verschiedene Praktika absolvieren. „Denn nur dann erfahren sie wirklich, ob der Beruf auch der Traumjob ist. Und manchen Schülern muss ich auch schon hier vor Ort sagen, dass sie sich wohl besser für etwas anderes entscheiden, wenn die persönlichen Vorstellungen und Ergebnisse der Tests am PC komplett unterschiedlich sind.“

Vorträge und Jobbörse


„Unabhängig vom Besuch mit der Schulklasse können Jugendliche unser Angebot
solange und so oft nutzen wie sie möchten – ohne Anmeldung. Die ist lediglich für
Gruppen ab zehn Personen erwünscht“, betont Tischler. Bei Fragen zum Vielfältigen Informationsangebot stehen den Schülern stets fachkundige Ansprechpartner zur Verfügung. Das Amberger BIZ hat im Sommer 2013 nach Umbau und Modernisierung neu eröffnet. Gegliedert ist es in vier Themeninseln:

■ Arbeit/Beruf
■ Studium/Ausbildung
■ Ausland
■ Bewerbung


Gerade beim letzten Punkt helfen die Mitarbeiter den Schülern aktiv vor Ort. Lebenslauf, Anschreiben, Format: „Da schauen wir natürlich auf Wunsch nochmal drüber und helfen bei Fragen und Problemen“, sagt Engelbert Tischler.

Zusätzlich zum Informationsangebot findet in den Gruppenräumen des BIZ eine
Vielzahl von Veranstaltungen statt. Zu den Themen Beruf, Berufswahl, Bewerbung, Arbeiten oder studieren im Ausland, Existenzgründung bietet das BIZ verschiedene Vorträge, Workshops, Diskussionsrunden oder Jobbörsen an. Diese Veranstaltungen organisiert das Amberger BIZ zusammen mit seinem Pendant aus Weiden sowie – wenn es ums Studium geht – oftmals auch in Zusammenarbeit mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden an.

Doch was nützt die graue Theorie am Computer, wenn es in der Praxis letztendlich
ganz anders läuft. „Praktika machen, sich den Job anschauen, reinschnuppern
und Erfahrungen sammeln. Das ist immens wichtig“, sind sich BIZ-Leiter Tischler
und Berufsberaterin Hartl einig.
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