Ein Blumenbeet als Symbol der Inklusion
Natürliches Miteinander

Nur sechs Quadratmeter, aber als Symbol noch viel größer: Am Hindenburgplatz kann sich nun jeder davon überzeugen, dass Inklusion in Amberg mehr als nur ein Wort ist. Bilder: wsb (2)

Simone Lang kennt das Wundernetz der Lebenshilfe und fühlt sich in dem Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung extrem wohl. So sehr, dass sie die Idee hatte, das Logo für alle sichtbar in einer Parkanlage zu pflanzen. Doch damit gibt sich die 32-Jährige nicht zufrieden.

Amberg. (tk) "Weil ich die Natur ganz gerne habe", antwortete Simone Lang auf die Frage, wie ihr die öffentliche Liebeserklärung an das seit 2014 existierende Wundernetz in den Sinn gekommen war. Die 32-Jährige ist in der Großküche der Jura-Werkstätten beschäftigt und bei der Lebenshilfe Teil der Offenen Behindertenarbeit, die von Hildegard Legat betreut wird. Die Ambergerin gehört mit Hermine Meier und Monika Ehrenreich zu den Machern der Initiative, die sich dem Miteinander verschrieben hat. Stichwort Inklusion.

"Das hier soll auch ein Zeichen dafür sein, dass wir miteinander arbeiten und nicht gegeneinander", sagte Simone Lang über das etwa sechs Quadratmeter große Beet am Hindenburgplatz, der Parkanlage gegenüber dem Wingershofer Tor.

Bernhard Richter und seine Kollegen von der Stadtgärtnerei hatten alles vorbereitet. Eisbegonien, weiße Gänseblümchen, Leberbalsam und weitere Pflanzen ergaben im Handumdrehen das Wundernetz-Logo, das nun für alle sichtbar das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung dokumentiert. Bis zum ersten Frost, wenn die Blüten wieder verschwunden sind.

Doch Simone Lang wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht auch schon für die kalte und dunkle Jahreszeit eine Idee im Kopf hätte: "Vielleicht irgendwo eine Wand mit Graffiti. Das könnte ich mir sehr gut vorstellen."
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