Ein Leben im Glauben
Männercongregation feiert 390. Hauptfest

Präfekt der Marianischen Männercongregation Michael Koller. Foto (ads
 
Der Präfekt der Marianischen Männercongregation, Michael Koller (links), Bürgermeisterin Brigitte Netta (Dritte von links) und Weihbischof Dr. Josef Graf sowie Dekan Markus Brunner (rechts) gratulierten den langjährigen Mitgliedern. Bild: ads

Auch das 390. Hauptfest beging die Marianische Männercongregation in diesem Jahr nach guter Tradition mit einem morgendlichen Festgottesdienst für alle lebenden und verstorbenen Sodalen mit den Fahnenabordnungen der Congregationen aus den Pfarreien der Stadt Amberg und des Landkreises.

Weihbischof Dr. Josef Graf zelebrierte den Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Georg. Die musikalische Umrahmung übernahm die Chorgemeinschaft St. Georg. Nachmittags stand der Festkonvent mit Prozession durch die obere Altstadt an. Weihbischof Graf hielt dabei die Ansprache. Die musikalische Gestaltung des nachmittäglichen Festkonvents oblag in gewohnter Weise der Musikkapelle Ursensollen.

Höhepunkte des Konvents waren die Neuaufnahmen von elf Sodalen aus den Pfarreien der Stadt und des Landkreises, darunter viele junge Männer. Nicht fehlen durfte auch die Ehrung der Jubilare für 25-, 40-, 50-, 60- und 70-jährige Mitgliedschaft bei der Congregation. Der Präfekt der MMC, Michael Koller, Bürgermeisterin Brigitte Netta und Weihbischof Dr. Josef Graf sowie Dekan Präses Markus Brunner gratulierten. Im Anschluss an den kirchlichen Teil ging das Treffen in ein gemütliches Beisammensein über. (Drei Fragen)

Drei FragenVor 390 Jahren haben die Jesuiten in Amberg die Marianische Männercongregation (MMC) gegründet. Seitdem begeht die Vereinigung einmal im Jahr ihr Hauptfest in der Pfarrkirche St. Georg. Was bedeutet die Mitgliedschaft in der Congregation und welche Aufgaben hat der Verein? Präfekt Michael Koller gibt dazu Auskunft.

Herr Koller, welche Idee verbirgt sich hinter der Marianischen Männercongregation?

Michael Koller: MMC ist eine Gemeinschaft katholischer Männer, der Sodalen, die versuchen, ihre Verantwortung als Angehörige der Glaubensgemeinschaft der Kirche in ihrem eigenen Lebensumfeld zu erkennen und zu erfüllen. Ein Sodale stellt sein Leben dabei unter den Schutz Marias und ehrt sie als Vorbild. Die MMC wurde einst von Jesuiten gegründet und deren Ordensgeist angepasst. Sie ist jedoch als eine Laienorganisation deren Gegenstück. Die Amberger Congregation besteht seit 1626 und zählt mit zu den ältesten Vereinigungen der Stadt und der Umgebung.

Welche Aufgabe haben die Sodalen gerade in der heutigen Zeit?

Koller: Ich würde sagen, dass die Hauptaufgabe der Sodalen darin besteht, ein christlich geprägtes Leben zu führen, damit präsent zu sein in Familie, Beruf und Gesellschaft. Ein Sodale soll seine christliche Überzeugung einbringen, wo es nötig ist. Das heißt vor allem auch, Glauben und Leben miteinander zu verbinden. Jeder Sodale schafft dies durch ein nachahmenswertes Glaubenszeugnis, das Lesen der Heiligen Schrift, den Gottesdienstbesuch, die religiöse Fortbildung und durch das persönliche Gebet.

Und wie wirkt sich die Zugehörigkeit zur Congregation für den Alltag des Einzelnen aus?

Koller: Die MMC ist lebensbegleitend, denn die Kirche und der Glaube stehen an der Seite des Sodalen und leisten ihm Hilfe in vielen Belangen. Das Gebet wirkt heilsam und stärkend in verschiedenen Situationen. Die Erfahrungen bei unseren Veranstaltungen zeigen auch, dass der einzelne Sodale nicht allein steht. Man erlebt bei allen Veranstaltungen den Gemeinschaftsgeist, ja die Begeisterung für den gemeinsamen Glauben. In Bayern gibt es 15 Bezirke mit gut 40 000 Mitgliedern. Bezugspunkte sind auch Altötting mit der Kongregationskirche im Kloster St. Magdalena, direkt am Kapellplatz und auch München mit der Bürgersaalkirche und dem Grab des Seligen Pater Rupert Mayer.

Mit welchen Aufgaben sehen sie sich als Präfekt der Congregation konfrontiert und welche Ziele verfolgen sie in ihrem Amt?

Koller: Die Vergangenheit verpflichtet. Vor 390 Jahren wurde die Amberger Congregation aus der Taufe gehoben. Was Vorgänger geschaffen haben, ist quasi heute der Zeit angepasst fortzuführen. Die MMC Amberg besteht aus fünf Filialen und 39 Pfarrgruppen mit gut 850 Mitgliedern. Diese Organisation muss verwaltet werden. Dazu versuchen wir, stets ein ansprechendes kirchliches Programmangebot zusammenstellen und neue Sodalen zu gewinnen.

In diesem Jahr ist es uns gelungen, elf neue Sodalen aus den Amberger Pfarreien und den Pfarreien der Region für einen Eintritt in die Congregation zu begeistern, darunter erfreuliche viele junge Männer. Die Gemeinschaft in der MMC soll ja gerade ein Angebot an jeden katholischen Mann jeden Alters sein. Für mich selbst als Sodale und jetzt auch im Amt als Präfekt ist die Zugehörigkeit zur Congregation von jeher eine Ehrensache. Das ist schon durch mein Elternhaus geprägt. (ads)
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