Einbruchsserie im Grenzgebiet
Neun Jahre Haft gefordert

(hwo) Weil er nach Meinung der Staatsanwaltschaft über drei Jahre hinweg Einbrüche im grenznahem deutschem Gebiet beging und dabei Beute im Wert von rund 200 000 Euro machte, soll ein 40-jähriger Tscheche neun Jahre hinter Gitter.

Nach sechs Prozesstagen vor dem Amberger Landgericht zeigte sich Oberstaatsanwalt Thomas Strohmeier am Dienstagabend überzeugt davon, dass der Sägewerksbesitzer 17 Straftaten beging, dabei hochwertige Fahrzeuge und Maschinen stahl. Ein größerer Teil davon wurde im Sommer 2015 auf dem Gelände des von ihm und seinem Vater betriebenen Sägewerks in Lisov nahe der tschechischen Kleinstadt Stod von Polizeibeamten gefunden.

Freispruch gefordert


Verteidiger Tim Fischer (Regensburg) forderte Freispruch. Es sei nicht bewiesen, wie die Beutestücke auf das Sägewerks-Areal kamen, sagte er und führte ins Feld, man könne dem Angeklagten auch nicht unterstellen, dass er für die Einbrüche verantwortlich gewesen sei.

Der 40-Jährige hatte sich über weite Strecken des Verfahrens in Schweigen gehüllt. In seinem Schlusswort sagte er: "Ich habe mich durch Holzbearbeitung ernährt und keine Straftaten begangen. Was auf dem Sägewerksgelände stand, gehörte nicht mir." Die Tatorte reichten von Plößberg (Kreis Neustadt/WN) bis in den niederbayerischen Kreis Regen. Das Urteil wird am heutigen Mittwoch verkündet.
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