Eine längst überfällige Schönheitskur
Stadtbrille seit über einem Jahr mit Graffiti übersät

Für die Stadtbrille steht heuer eine Sanierung an. Bild: Steinbacher

Wie viel Graffiti verträgt ein Wahrzeichen? Dass die Stadtbrille als solches für Amberg gilt, ist unumstritten. Dass markante Gebäude oft als Unterlage für zweifelhafte Symbolik herhalten müssen, auch. Nur: Wie viel ungeliebte Farbe hält ein Denkmal aus? Und vor allem: Wie lange bleiben Graffiti an Bauwerken, bevor sie abgewaschen und übertüncht werden?

Heuer sollen die Schmierereien an der Stadtbrille entfernt werden, verspricht Christine Hollederer, Pressesprecherin im Landratsamt, auf Nachfrage der AZ.

Bis Oktober abgeschlossen


Sommer 2014: Am 14. August wird bekannt, dass in der Nacht 28 Fassaden der Altstadt mit über 103 Schmierereien besprüht worden waren, darunter auch das Zeughaus und die Stadtbrille. Viele im Stadtgebiet sind zwischenzeitlich wieder verschwunden.

Winter 2016: Das Amberger Wahrzeichen sieht immer noch so aus wie vor über einem Jahr. Die Parolen und Logos sind zwar leicht verblichen, aber deutlich zu sehen. Lediglich ein Teil sei bislang entfernt worden, so Hollederer. "Am Sandstein beziehungsweise an der Gebäudehülle des Zeughauses können die Schmierereien allerdings nur mit einem Spezialverfahren beseitigt werden. Im Zuge der in diesem Jahr stattfindenden Fassadensanierung werden aber schließlich auch die restlichen Graffitirückstände entfernt werden." Die Instandsetzung der Fassaden sei ohnehin geplant gewesen, dazu gehöre auch der balkonartige Überbau am Landratsamt (auf der Seite des Kurfürstenbades). Wann die Arbeiten beginnen, konnte Hollederer noch nicht sagen, dafür aber, wann sie aufhören: "Im Oktober soll die komplette Sanierung abgeschlossen sein." Zur Instandsetzung der Fassaden gehören übrigens auch neue Fenster in einem Teil des Landratsamtes, die mittlerweile schon eingebaut werden konnten, sowie die Ertüchtigung der Blitzschutzanlage.
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