Einkehr- und Besinnungstag der Marianischen Männer-Congregation Amberg
Beginn mit dem ersten Sündenfall

Die Marianische Männer-Congregation Amberg hatte zum Einkehr- und Besinnungstag geladen (von links), voran Präfekt Michael Koller, Referent Josef Frey, Zentralpräses Dekan Markus Brunner und MC-Kassier Franz Meier. Bild: hfz

Die Marianische Männer-Congregation Amberg beteiligte sich am Einkehr- und Besinnungstag für Männer des Bistums Regensburg im Pfarrsaal St. Georg in Amberg. Präses Dekan Markus Brunner und Präfekt Michael Koller begrüßten hier zahlreiche Sodalen der Congregation.

Referent war Bischöflich Geistlicher Rat i. R. Josef Frey, aus Amberg. Er sprach zum Thema "Wir gehen zur Kirche". Dabei müsse man beim Sündenfall des ersten Menschen beginnen, dem verheißen wurde, er würde der Schlange, dem Symbol des Bösen, den Kopf zertreten. Nach der Sintflut habe Gott einen Bund mit Noah geschlossen und ihm versprochen, er werde nie mehr alle Lebewesen von der Erde vertilgen.

Wie die Sterne


Zum Zeichen dafür habe Gott einen Bogen in den Himmel gesetzt. Mit der Sippe Abrahams habe er ebenfalls einen Bund gegründet und ihm prophezeit, er werde so zahlreich werden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres. Und in ihm sollten sich alle Völker der Erde segnen. Damit schuf Gott den Monotheismus auf dem sich bis heute Juden, Christen und der Islam berufen. Mit Mose als Führer begründete Gott, so Frey, nach dem Auszug aus Ägypten den Alten Bund am Berg Sinai. Darin verpflichtete sich das Volk Gottes, die zehn Gebote und Rechtsvorschriften zu halten. Dafür werde Gott sie beschützen und ins gelobte Land einziehen lassen. "Dieser Bund mit seinem Volk gilt heute noch für die Juden", unterstrich der Referent. An diesen habe Jesus angeknüpft, als er am Gründonnerstag den Neuen Bund in seinem Blut stiftete, das er am Karfreitag für alle Menschen vergoss. Er habe dies mit den Worten getan: "Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird, das ist mein Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis." Diese Worte fänden sich bei den drei Synoptikern, in der Apostelgeschichte und im Korintherbrief von Paulus.

Johannes habe diesen Bericht nicht, dafür aber drei andere, die sich auf die Eucharistie bezögen. So die Brotrede von Kapharnaum: "Ich werde euch mein Fleisch zu essen geben", die Fußwaschung: "Dient einander", und die Abschiedsrede beim Abendmahl: "Alle sollen eins sein", sowie das Zusammentreffen der Emmausjünger mit dem Auferstandenen. Sie hätten ihn erkannt, als er mit ihnen das Brot brach, sprich, die Eucharistie feierte.

In Privathäusern


Der Auftrag "Tut dies zu meinem Gedächtnis", sei von den Aposteln und ihren Nachfolgern treu ausgeführt worden. Sie hätten sich am Sonntag in Privathäusern zum "Brotbrechen" getroffen und an der Lehre der Apostel festgehalten. Der Ablauf der Eucharistiefeier sei bis heute weitgehend gleichgeblieben.

Erst nach Duldung des Christentums im Römerreich habe man eigene Gotteshäuser errichtet. Frey sprach auch die derzeitige Glaubenskrise an, was sich auf den Gottesdienstbesuch und auf die schwindende Zahl im Bereich der Priesterberufe auswirke. MMC-Präfekt Michael Koller moderierte abschließend die Diskussion in der die Ausführungen noch vertieft wurden. Mit einem Gottesdienst in der Georgskirche endete der Einkehrtag.
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