Erlanger Uni-Tage mit Vortrag über Gesellschaftsanalysen
Von Datenkraken und gläsernen Bürgern

Sebastian Büttner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Bild: hfz

In der Reihe der Erlanger Universitätstage unter dem Motto "D@tenflut" ist am Dienstag, 8. März, um 19.30 Uhr im Großen Rathaussaal Dr. Sebastian Büttner zu Gast. Er hält einen Vortrag zum Thema "Algorithmen, Datenkraken und gläserne Bürger: Big Data als Herausforderung für die Gesellschaftsanalyse".

Der rasante Ausbau von Technologien zur umfassenden Erhebung und Verarbeitung von Informationen aller Art stellt nach seiner Auskunft nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Gesellschaftsanalyse vor ganz neue Herausforderungen. Unternehmen wie Google und Facebook, Markt- und Meinungsforschungsinstitute, Datenhändler und auch Geheimdienste strebten danach, die Verhaltensweisen von sozialen Gruppen und von Einzelpersonen zu erfassen und zu analysieren.

Bemerkenswert ist daran für Büttner nicht nur der "grenzenlose Beschaffungseifer", sondern vor allem auch die zunehmende Automatisierung der Datenanalyse und der damit verbundene Anspruch auf allumfassende Information und Transparenz. Der Vortrag geht aktuellen Trends und Entwicklungen der technisch hochgerüsteten Analyse nach. Dabei wird auch die besondere Rolle von Algorithmen thematisiert, die spätestens mit der öffentlichen Diskussion um Datenkraken und gläserne Bürger eine gewisse öffentliche Aufmerksamkeit erhalten haben.

Sebastian Büttner ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Lehrbereich Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie tätig. Er ist darüber hinaus Mitglied der DFG-geförderten Forschergruppe Europäische Vergesellschaftung und im Zuge dieses Verbunds Leiter eines Teilprojekts zur Professionalisierung von EU-Expertisen.

Seine besonderen Arbeitsschwerpunkte bilden die Kultursoziologie und die soziologische Theoriebildung, die Europaforschung, die Soziologie der Politik sowie der Transnationalisierung und der Globalisierung. Der Eintritt zum Vortrag ist wie immer frei.
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