Erlöserkirche erinnert an Grundsteinlegung
Jetzt auch schon 50

Drei Zeitzeugen schilderten Pfarrer Dr. Johannes Blohm ihre Erinnerungen an die Grundsteinlegung.

Auf den Tag genau gedachte die Erlöserkirche in einem festlichen Gottesdienst ihrer Grundsteinlegung am 4. September 1966. Alles wurde so gestaltet wie vor 50 Jahren - selbst das Verlesen der Urkunde zur Grundsteinlegung. Sagen jedenfalls die Zeitzeugen.

Die neue Kirche war damals nötig, weil die Kapelle St. Peter und Paul am Bergsteig zu klein wurde, in diesem Teil der Stadt viele Wohnungen entstanden und die neuen Gemeindeglieder eine Kirche vor Ort haben sollten. Die Bundeswehr benötigte eine Kirche, und für viele ältere Gemeindeglieder wurde der Weg zur Paulanerkirche zu weit.

Seither hat die Erlöserkirche viel erlebt: 3250 Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen, 1000 Tauf-, Konfirmations-, Trau- und Jubiläumsgottesdienste, viele Trauergottesdienste, Kirchenfeste, Vorträge und Konzerte, Menschen, die zum stillen Gebet kamen, und andere, die sich die Kirche ansahen, weil sie von ihr gehört hatten. So ist sie nicht nur am Sonntag ein Haus der Begegnung, sondern jeden Tag ein Ort der Ruhe, des Gebetes, der inneren Einkehr.

In seiner Predigt deutete Pfarrer Dr. Johannes Blohm das biblische Bild vom "Haus der lebendigen Steine": "Wie jedes Haus braucht auch eine Kirche einen Grundstein. Einen aus Stein und den von Gott, Jesus Christus. Auf diesem gründet sich das ganze Haus, das aus Steinen und das aus Menschen, die Gemeinschaft der Gläubigen." Blohm ermutigte die Gemeinde: "So lasst auch uns am Haus Gottes weiterbauen und es in einem guten Zustand halten für die, die uns nachfolgen."

Im Gottesdienst wurde die neue Gemeindediakonin Veronika Jung vorgestellt. Erstaunliche Parallele zu damals: Veronika Jung begann ihren Dienst am 1. September, ebenso wie 1966 der erste Pfarrer Dr. Alfred Eckert. Und sie hatte ebenso wie er am 4. September ihren ersten "Auftritt" in der Gemeinde. Beide wurden herzlich begrüßt. Nach dem Gottesdienst kamen einige Gemeindeglieder zu dem Lesepult, an dem damals die Urkunde verlesen wurde, und erinnerten sich an das Fest 1966.
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