Erneuerung der Brücke am Knotenpunkt B 85/B 299 beginnt
Schmetterling für Autofahrer

Gähnende Leere auf der B 85. Ein seltener Anblick. Am Sonntag gegen 9.15 Uhr war tatsächlich so wenig los. Fotografiert wurde die Bundesstraße von der altersschwachen Brücke aus, die einem Neubau weicht. Wegen der monatelangen Arbeiten wird ab Dienstag die Verkehrsführung geändert. Dann muss sich der Amberger Schmetterling bewähren. Bild: Steinbacher

Jetzt geht's los. Die Erneuerung der Brücke am Knotenpunkt B 85/B 299 kann beginnen. Die Autofahrer müssen umdenken. Und lernen nun den Amberger Schmetterling kennen.

Die vorbereitenden Arbeiten sind nach Auskunft des für das Vorhaben zuständigen Staatlichen Bauamtes inzwischen abgeschlossen. Das bedeutet: Bereits ab Dienstag gilt die während der Bauphase bestehen bleibende Verkehrsführung über die vorhandenen Anschlussrampen. In dem Zusammenhang wird wegen der ungewöhnlichen Form dieses großen Kreisels gerne vom Amberger Schmetterling gesprochen.

Um 10 Uhr steht alles

"Der morgendliche Berufsverkehr kann am Dienstag die B 85 und die B 299 noch wie gewohnt befahren", teilte der für den Brückenneubau zuständige Bauoberrat Stefan Noll mit. Etwa um 10 Uhr werde die Polizei die Autos kurz anhalten, damit ab dann auf der eingerichteten Strecke gefahren werden kann. Das Ganze funktioniert laut Noll nach dem Prinzip eines Kreisverkehrs mit einer inneren, durchgehenden Fahrbahn und äußeren Verflechtungsstreifen, die direkt von den Zufahrten in die jeweils nachfolgende Ausfahrt übergehen. Mit dieser Lösung, so sagt Noll, gebe es den erforderlichen Platz für den anstehenden Brückenabriss und den anschließenden Neubau.

Ende 2016 fertig

Gleich nach der Verkehrsumlegung würden die vorbereitenden Maßnahmen für den Abbruch des in die Jahre gekommenen Bauwerks und des benachbarten Fiederbach-Durchlasses starten. Noll: "Bei günstiger Witterung können die Unterbauten der neuen Brücke voraussichtlich bis Ende 2015 fertiggestellt werden. 2016 folgt die Errichtung des neuen Überbaus." Parallel hierzu werde der neue Fiederbach-Durchlass hergestellt. Dem schließen sich "straßenbauliche Anpassungen und Verbesserungen an der B 299 und B 85" an. Läuft alles planmäßig, rechnet Noll Ende 2016 mit der Verkehrsfreigabe.

Unvermeidbare Behinderungen im Straßenverkehr

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Deshalb bittet das Staatliche Bauamt die Verkehrsteilnehmer schon jetzt um Verständnis für die "unvermeidbaren" Behinderungen, die auf sie zukommen. Damit die Bauarbeiter nicht gefährdet werden und der Bauablauf nicht gestört wird, appelliert Stefan Noll an die Autofahrer, "den Anweisungen der Polizei sowie der Beschilderung strikt Folge zu leisten". Der Bauoberrat wünscht sich außerdem eine rücksichtsvolle und besonders aufmerksame Fahrweise, verbunden mit dem Aufruf, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten.
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