Ex-Klinikumsvorstand moniert AZ-Bericht über Prozess
Für Daller ein "lapidarer Vorgang"

Bei Gerichtsverhandlungen über "Mord" fällt die Berichterstattung wesentlich bescheidener aus.Wilhelm Daller, Ex-Vorstand des Klinikums

In einer der Redaktion zugesandten Stellungnahme hat sich der ehemalige Klinikumsvorstand Wilhelm Daller am Freitag darüber beklagt, dass nun schon zum zweiten Mal "in so epischer Breite mit Lichtbild etc. über einen in meinen Augen ,lapidaren' Vorgang berichtet wird". Der Beschwerdeführer meint damit den Artikel "Gericht weist Dallers Klage ab".

In dem Zivilprozess war es um eine E-Mail gegangen, in der der heutige ärztliche Direktor des Krankenhauses, Dr. Harald Hollnberger, sich zu Dallers Gesundheitszustand in den letzten Jahren seiner Tätigkeit im Klinikum geäußert hatte. Der Ex-Vorstand hatte daraufhin auf Widerruf und Unterlassung geklagt.

"Bei Gerichtsverhandlungen über ,Mord' fällt die Berichterstattung wesentlich bescheidener aus!", schreibt Daller in einer Mail und mutmaßt: "Da kann mich anscheinend jemand von der AZ nicht leiden; damit kann ich gut leben!"

Zur Sache selber hält Daller fest: "Ich habe den geschlossenen Vergleich nicht aus ,Bösartigkeit' widerrufen, sondern ganz einfach aus Kostengründen. Meine Rechtsschutzversicherung hat den anvisierten Vergleich nicht mitgetragen. Um zu vermeiden, dass ich auf den Kosten sitzen bleibe, war ich gehalten, den Vergleich zu widerrufen."

Die Gegenseite sei vor der Urteilsverkündung über diesen Sachverhalt informiert worden.
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