Filmmatinée zeigt "Der Bauer und sein Prinz"
Nicht nur ökologisch

"Man muss der Natur etwas zurückgeben. Doch heutzutage geben wir nichts zurück - wir nehmen nur", sagt der englische Thronfolger in "Der Bauer und sein Prinz". Den Dokumentarfilm des Münchner Regisseurs Bertram Verhaag zeigte der Bund Naturschutz bei einer Filmmatinée im Ringtheater.

Vorsitzender und Stadtrat Hans-Jürgen Bumes hieß über 200 Interessierte willkommen und stellte fest, Prinz Charles und sein Farm-Manager David Wilson würden seit über 30 Jahren beweisen, dass Landwirtschaft "nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch funktioniert". Dies würden immer mehr Menschen erkennen, so dass der Umsatz der Biolebensmittel binnen eines Jahres um elf Prozent gestiegen sei. In poetischen Bildern zeigt der Film eine typische englische Landschaft mit Weiden, Äckern und Hecken. Und dennoch ist die Duchy Home Farm des Prinzen anders. Die Äcker werden ohne Kunstdünger und Pestizide bearbeitet, zum Teil nur oberflächlich aufgeraut, damit die Bodenorganismen weitgehend ungestört arbeiten können.

Auf den Wiesen weiden Rinder und Pferde, für die Schafe gibt es extra für sie angepflanzten Kleeweiden. Der Farm-Manager und der Prinz experimentieren auch bei den Pflanzen mit alten Rassen. Hunderte von Obstbäumen gedeihen hier, ihre Früchte werden, wie all die anderen Produkte, gewinnbringend vermarktet.



Charles' VisionPrinz Charles ist überzeugt, dass man nur mit praktischem Beispiel Landwirte überzeugen kann, auf Ökolandbau umzustellen. Sein Hauptanliegen ist die Nachhaltigkeit, die nur im Einklang mit der Natur und ohne Pestizide erreicht werden kann. Der britische Thronfolger hat die Vision, die Welt ökologisch zu ernähren und damit auch die Natur zu heilen. Die Bilder, die der preisgekrönte Regisseur Bertram Verhaag für "Der Bauer und sein Prinz" eingefangen hat, zeigen, dass dies auf der Farm des Prinzen gelingt, obwohl das regnerische Klima der britischen Inseln die Landwirtschaft nicht gerade begünstigt. Der Film macht Mut, diesen Weg der ökologischen Nahrungsproduktion weiterzugehen und auszubauen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Filme (132)Dokumentarfilm (9)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.