Förderverein Klinik für Kinder & Jugendliche St. Marien
Partner in schweren Stunden

Stolz auf die Flika-Bilanz und das Erreichte (von links): Bürgermeister Martin Preuß, Kassier Oskar Schmidt, Flika-Vorsitzende Margit Meier und ihre Stellvertreterin Michaela Leitl. Bild: hfz

Ein Mädchen stirbt mit acht Jahren und hinterlässt eine große Lücke in den Herzen. In einer anderen Familie erkrankt der Vater schwer und muss immer wieder im Klinikum behandelt werden. Seine Frau will ihn so oft es geht besuchen - aber wohin mit dem Nachwuchs?

Amberg. Bei diesen und ähnlichen Schicksalsschlägen rund um den Klinikaufenthalt versucht der Förderverein Klinik für Kinder & Jugendliche St. Marien - kurz Flika - Last von den Schultern der Betroffenen zu nehmen.

2015 feierte der gemeinnützige Verein mit insgesamt 152 Mitgliedern sein zehnjähriges Bestehen. Auf ihrer Jahresversammlung blickten die Mitglieder auf das Jubiläumsjahr zurück und stellten die neuen Aktionen für heuer vor.

"In unserem Jubiläumsjahr 2015 haben wir viele tolle Aktionen auf die Beine gestellt, durch die wir 25 neue Mitglieder für uns gewinnen konnten", sagte Vorsitzende Margit Meier. Der Verein machte 2015 beispielsweise durch öffentlichkeitswirksame Aktionen wie das große Flika-Kinderfest, Benefizkonzerte mit Musikern wie Florian Meierott oder mit einem Baggerfest auf sich aufmerksam.

3350 Kinder betreut


Dank der Gelder, die dabei zusammengekommen sind, und durch die Spenden von Vereinen, Firmen und Privatpersonen konnten die Hilfsangebote weiter ausgebaut und neue Projekte ins Leben gerufen werden.

So bekam die Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum laut einer Flika-Mitteilung ein Ikterus-Messgerät im Wert von 4000 Euro. Das neue Messverfahren dient zur einfacheren Abklärung von Gelbsucht bei Neugeborenen und kommt ganz ohne Blutentnahme und lästiges Piksen aus.

Ein Großteil der Spendengelder floss auch 2015 in das Flika-Zimmer im Erdgeschoss des Klinikums. Hier können Eltern ihre Kinder von qualifizierten Erzieherinnen während ihres Besuchs betreuen lassen. Die sieben Mitarbeiterinnen haben im vergangenen Jahr 3350 Kindern das Warten mit Spiel und Spaß verkürzt.

Seit Jahren bestehen Trauergruppen für Kinder und Erwachsene mit ausgebildeten Begleitern. Teilweise nehmen Eltern bis zu einer Stunde Fahrzeit in Kauf, um das Angebot zur Trauerbewältigung zu nutzen.

Als neues Projekt wurde unter anderem "Harl.e.kin" ins Leben gerufen: Hier arbeiten Mitarbeiter der Klinik für Kinder und Jugendliche und die interdisziplinäre Frühförderstelle der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach Hand in Hand und kümmern sich gemeinsam um die Nachsorge von früh- und risikogeborenen Kindern und deren Familien.

Das zweite Großprojekt, das 2015 an den Start ging, nennt sich Fli-Diabs und unterstützt Eltern, deren Kinder unter Diabetes Typ 1 leiden. Bei insgesamt vier Gruppentreffen konnten sich Betroffene untereinander austauschen und Rat bei den Experten des Klinikums suchen. In diesem Zusammenhang wurden auch drei neue Geräte zur ständigen Messung der Glucose-Werte mit umfangreichem Zubehör angeschafft - Kostenpunkt: rund 11 000 Euro. Eine der letzten - und gleichzeitig wieder emotionalsten - Aktionen war die Bescherung der 30 stationär aufgenommenen Kinder, die Weihnachten nicht Zuhause verbringen konnten.

Benefizkonzert im Juli


Mit Blick auf 2016 steht als Höhepunkt das Benefizkonzert mit dem Singing Witt Chor aus Weiden an, das am Freitag, 8. Juli, 19.30 Uhr, im ACC zugunsten von Flika stattfindet.

Zum Schluss bedankt sich Bürgermeister Martin Preuß im Namen der Stadt für die Arbeit, die Flika leistet, und überreichte auch gleich seine Beitrittserklärung.
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