Food-Trucks rollen an

Stadtmarketingvereins-Vorsitzender Thomas Eichenseher informierte, dass die Geschäftsstelle durch das Ausscheiden von Melanie Gruber derzeit unbesetzt ist. Bild: usc

Die Anziehungskraft der Stadt nachhaltig ausbauen, die Lebensqualität, die Wirtschaftskraft, das Kulturleben und das Image verbessern sowie die Besucherfrequenz steigern. All das hat sich das Stadtmarketing zum Ziel gesetzt.

Stadtgeld, Parkübersicht, Bauernherbstwochen, Luftklangmeile, Nacht der offenen Gotteshäuser, neue Winter- und Weihnachtsbeleuchtung, Amberg im Advent, Partnerballon, Facebook-Werbung "Amberger Vielfalt - Entdecke deine Stadt" und Bewerbung "Digitale Einkaufsstadt": Das waren die vielfältigen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Neben der Neuauflage der Luftnacht (9. September) ist als besondere neue Attraktion "Meet + Eat" am 24. Juli geplant.

Viel Geld für das Stadtgeld


Richtig Geld in die Hand genommen hat der Verein im vergangenen Jahr, erklärte Vorsitzender Thomas Eichenseher bei der Jahreshauptversammlung. Für das Stadtgeld habe man bewusst ein anfängliches Defizit einkalkuliert. 360 000 Euro gab der Verein dafür aus, 190 000 Euro habe man damit in Amberg halten können. Eichenseher rechnet für heuer mit einer schwarzen Null.

Mit der Parkübersicht soll ganz gezielt über Kurzzeit- und Dauerparkplätze informiert werden. In Partnerschaft mit dem Landkreis lenkte der Verein mit den Bauernherbstwochen das Interesse der Verbraucher auf regionale Schmankerln, Handwerkskunst und Kultur. Mehr als ein Lückenbüßer war laut Eichenseher die Luftklangmeile. Geschätzt kamen zur Eröffnung gut 600 Leute auf den Amberger Marktplatz. Einen weiteren Kraftakt stellte die Nacht der offenen Gotteshäuser dar. Eichenseher war angesichts von 2500 bis 3000 Besuchern mit der Aktion zufrieden, trotz des schlechten Wetters. Künftig müsse dieses Angebot allein durch die Kirchen laufen, kündigte Thomas Eichenseher an.

Stolz zeigte sich der Vereinsvorsitzende über die von der Stadt geförderte Anschaffung der neuen Winter- und Weihnachtsbeleuchtung, ein Vorhaben, das das Stadtmarketing mit der Park- und Werbegemeinschaft umgesetzt habe. Die PWG wolle man künftig bei "Amberg im Advent" noch stärker mit einbinden, kündigte Eichenseher an. "Erstaunlich gut" laufe der Partnerballon. Von 1000 bestellten Exemplaren seien schon 300 verkauft.

Einen Versuch wert war nach Bewertung des Vereins die Facebook-Werbung "Amberger Vielfalt - entdecke deine Stadt". Eichenseher plädierte für eine Neuauflage zum Jahresendgeschäft. Der Vorsitzende verwies noch auf die von IHK und Gewerbebau begleitete Bewerbung "Digitale Einkaufsstadt" und auf die Hexennacht. Für Sonntag, 24. Juli, kündigte Eichenseher eine absolut neue Attraktion an: "Meat + Eat". Als Organisator tritt ein Eventmanager auf, der 16 Food-Trucks zum Marktplatz rollen lässt. Jeder dieser Verkaufslastwagen bietet nach Darstellung Eichensehers ein besonderes Essensangebot. Der Verein, der sich um die Vorarbeiten kümmert, geht davon aus, dass bei dieser Attraktion 5000 bis 6000 Besucher die Altstadt bevölkern werden. Das nächste Highlight kommt zwei Monate später: die Luftnacht am Freitag, 9. September. Dabei wird es einige Neuheiten geben. Mit überregionaler Werbung will der Verein für entsprechende Resonanz sorgen.

Arbeitsauftrag gegeben


Oberbürgermeister Michael Cerny war voll des Lobes für das Engagement des Vereins - sei es Weihnachtsbeleuchtung (für die die Stadt in Vorleistung getreten sei), Luftnacht oder Stadtgeld, bei dem Amberg den Regensburgern voraus sei. "Wir arbeiten auch am Thema Bierstadt", erklärte Cerny. Die Stadt habe sich den Arbeitsauftrag "Du musst einmal nach Amberg gefahren sein" vorgegeben, fügte er hinzu.

Sitzungs-SplitterBeirat bestellt

Bei der Versammlung des Stadtmarketingvereins wurde ein Beirrat installiert. Diesem gehören Ostbayerische Technische Hochschule Amberg, Industrie- und Handelskammer Amberg-Sulzbach, Kreishandwerkerschaft, Park- und Werbegemeinschaft, Hotel- und Gaststättenverband, Amberger Fremdenverkehrsverein, Stadtjugendring, Stadtheimatpfleger, Haus- und Grundbesitzerverein, Interessensgemeinschaft Altstadt, Kulturamt, SPD- und CSU-Stadtratsfraktion, ACC, Gewerbebau, Stadtbau und Stadtverwaltung an.

Parken bleibt ein Thema

Richard Nömeier forderte mehr Aktivitäten zur Erweiterung des Parkplatzangebots. "Da wird sich in den nächsten Jahren noch viel tun", sagte Andreas Raab (PWG). Dem pflichtete der Oberbürgermeister bei. Es sei schon wahnsinnig viel passiert, stellte er fest. Parken sei schon immer ein Thema in der Stadt, weil sich diverse Interessengruppen damit befassten. "Wir werden in der Innenstadt noch 200 Parkplätze schaffen", sagte Michael Cerny und verwies auch auf das beschlossene neue Parkleitsystem.

"Wir dürfen Amberg in Sachen Parkplätze nicht schlechtreden", forderte Stadtmarketingvereins-Vorsitzender Thomas Eichenseher. Da pflichtete ihm Birgit Fruth bei. Die Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion regte bei der Versammlung an, das Motto der Landesgartenschau "Leben am Fluss" vielleicht wieder aufleben und in die Marketingarbeit mit einfließen zu lassen. (usc)
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