Franziskanisches Hilfswerk feiert am Mariahilfberg Gartenfest für Kamerun
Drei Engel fliegen im Kloster ein

Die Schwestern Adrienne, Alina und Rose (von links) sind beim Klostergartenfest am Samstag nicht mehr in Amberg und zeigten deshalb am Wochenende zusammen mit Pater Janusz Wrobel schon mal Fotos von ihrer Arbeit in Kamerun, die den Gästen zusammen mit weiteren Beiträgen aus Afrika präsentiert werden. Bild: Hartl

"Die Engel sind schon da", lacht Pater Janusz Wrobel und bezeichnet sich selbst als "Teufel", der die drei Nonnen begleitet. Natürlich nur, weil er in seinem dunkelbraunen Franziskaner-Habit im Vergleich zu den blütenweiß gekleideten Schwestern rein optisch wie der klassische Gegensatz von Himmel zu Hölle wirkt.

Tatsächlich aber vereint den gerne mal feixenden Amberger Klosterleiter und die drei Ordensfrauen aus Afrika die Liebe zu Kamerun und zwei Projekten dort, die ganz klar christlich und nicht irgendwie aufs Gegenteil zielend orientiert sind. Dabei spielt Lafia eine wichtige Rolle, das Franziskanische Hilfswerk, das Pater Janusz mit einigen Mitstreitern in Amberg gegründet hat, um in Kamerun missionarische und wohltätige Zwecke zu fördern.

Mariahilf-Kirche der Anfang


Auslöser dafür war, wie berichtet, der Bau einer Mariahilf-Kirche im Ort Bindiba, für den der eingetragene Verein insgesamt rund 32 000 Euro Spenden sammelte. Damit konnte das Gotteshaus komplett errichtet und Ende 2014 schließlich eingeweiht werden - in Anwesenheit von Pater Janusz Wrobel, der zu diesem Anlass auch ein Gnadenbild des Amberger Mariahilfbergs mit nach Kamerun brachte, um an die Spende und die Initiative zum Kirchenbau aus der Oberpfalz zu erinnern.

Den Anstoß zum Projekt hatte nicht zuletzt die Krakauer Ordensprovinz des Kloster-Guardians gegeben, die vor einigen Jahren ihre Missionsarbeit in Kamerun begonnen hat. Neben dem Aufbau von Kirchen und Pfarreien wollen die Franziskaner aber auch soziale Werke unterstützen. Nächstes Ziel ist die Errichtung einer Schule in der Stadt Abong Mbang, wo die polnischen Franziskus-Anhänger in der Pfarrei Muttergottes von Fatima tätig sind. Hier soll auch die Schule samt Sportplatz und neuer Wasserversorgung entstehen.

Insgesamt rund 360 000 Euro werden dafür nach Auskunft von Pater Janusz notwendig sein. Ein Betrag, der aus verschiedenen Quellen, sowohl durch Spenden als auch durch die Beteiligung von Orden und Kirche im Land selbst, zusammenkommen soll. Lafia will ebenfalls seinen Beitrag leisten und veranstaltet deshalb am Samstag, 4. Juni, ab 10 Uhr ein ganztägiges Klostergartenfest (zuvor Messe um 9 Uhr). Sein Erlös fließt ans Schulprojekt Abong Mbang.

Weiterflug vorm Klosterfest


Vor diesem Hintergrund passt der Besuch der drei Schwestern Adrienne, Rose und Alina aus Kamerun natürlich gut. Zumal sich Letztere - sie stammt wie Pater Janusz aus Polen und gehört dem dortigen Dominikanerinnen-Orden an - schon für den Kirchenbau in Bindiba mit eingesetzt hatte. Auch die beiden Junioristinnen, die im August in Krakau ihre ewige Profess ablegen und dann in ihr Heimatland Kamerun zurückkehren, sollen voraussichtlich in Bindiba am Aufbau einer neuen Pfarrei mitwirken. Auch deshalb bezeichnet sie Pater Janusz als "drei Engel".

Nach Amberg geflogen kamen sie allerdings nur für drei Tage. Am Sonntag machten sie bereits den Abflug nach Krakau - sechs Tage vor dem Klostergartenfest, für das sie wegen anderer Termine nicht als Highlight zur Verfügung stehen können. Gerade deshalb wollte Pater Janusz die Zusammenhänge und Hintergründe schon vorher darstellen, bevor er beim Fest am Samstag im idyllischen Garten des Mariahilfberg-Klosters den Gästen weitere Details zum Schulbau in Kamerun schildert.
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