Gelber Sack und Restmülltonne sind zwei Paar Stiefel
Den Plastikmüll bezahlen alle

Restmülltonne und gelber Sack sind zwei paar Stiefel. Bild: hfz

Gurken in Folie, Äpfel in Säcken, Kartoffeln in Netzen, eingeschweißte Wurst: Viele Lebensmittel sind in Plastik gehüllt. Wer beim Einkauf darauf achtet, dass möglichst wenig oder gar nichts abgepackt wurde, hat es hernach bei der Entsorgung des Abfalls leichter.

Plastikverpackungen ganz zu vermeiden, ist freilich schwierig bis ganz unmöglich, daher sprechen gute Argumente für die Mülltrennung und die Nutzung des gelben Sacks, heißt es von der Pressestelle der Stadt. Die Entsorgung von Plastikverpackungen läuft demnach nicht auf kommunaler Ebene, sondern ist privatwirtschaftlich organisiert. Einschlägige Wirtschaftsbetriebe lassen sich für das jeweilige Bundesland (in Bayern ist dies das Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz) als duale Systeme feststellen.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind in der Verpackungsverordnung festgelegt. Die dualen Systeme schreiben die Entsorgungsdienstleistungen rund um die Verpackungssammlung europaweit aus. Dafür stimmen sie sich vorher mit den Kommunen über die dortigen Sammelbedingungen ab. In der Stadt Amberg übernimmt der örtliche Entsorgungsfachbetrieb Schmid & Zweck GmbH nicht nur die städtische Müllabfuhr, sondern hat auch von den dualen Systemen den Auftrag bekommen, die gelben Säcke einzusammeln. Trotzdem hat der gelbe Sack nichts mit der städtischen Müllentsorgung und den -gebühren zu tun. Die Bürger bezahlen die Sammlung und Verwertung der Plastikverpackungen, wenn sie verpackte Produkte kaufen, denn die Kosten dafür wurden auf den Warenpreis aufgeschlagen. Entsorgen wir Plastikverpackungen über die Restmülltonne, bezahlen wir also doppelt.

Gelbe Säcke sind bei Schmid & Zweck (Reiterstraße) und der Tankstelle Bergler (Bayreuther Straße) erhältlich. Rollen gibt es zudem in der Bürgerinfo im Rathaus, bei der städtischen Abfallberatung (Herrnstraße 1-3, Zimmer 220), der Zulassungsstelle (Pfalzgrafenring 3), am Wertstoffhof Gailoh (Im Frauental 7) und im Schreibzeug (Salzstadelplatz 1). Wer gelbe Säcke braucht, kann auch die Mitarbeiter des Entsorgungsunternehmens fragen, wenn diese Rest- und Biomüll holen oder die Altpapiertonne leeren. "Oder Sie hängen einen Zettel an Ihre Tonne", rät Christian Deinzer, Betriebsleiter von Schmid & Zweck. Dann lassen die Mitarbeiter die Rollen beim Abstellen der Tonnen gleich da.
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