Gelernte Biologin
Barbara Ströll managt Öko-Modellregion

Barbara Ströll managt die Öko-Modellregion. Bild: Steinbacher
Bis zum Jahr 2020 soll der ökologische Landbau verdoppelt werden: Dieses Ziel verfolgt das Projekt Öko-Modellregion, eine Initiative der bayerischen Staatsregierung im Rahmen des Landesprogramms BioRegio Bayern 2020.

Die Stadt Amberg und der Landkreis Amberg-Sulzbach hatten sich gemeinsam um diese Förderung beworben. Bereits im Mai war die Auszeichnung als "staatlich anerkannte Öko-Modellregion" durch Landwirtschaftsminister Helmut Brunner erfolgt.

Im Landratsamt

Wie Landrat Richard Reisinger ausführte, gibt es nur zwölf Öko-Modellregionen in ganz Bayern, zwei weitere grenzen an die hiesige an: Neumarkt und Nürnberg/Nürnberger Land/Roth. Gemeinsam mit Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny und Richard Lehmeier , Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes, stellte Reisinger die Projektmanagerin der Öko-Modellregion vor: Barbara Ströll . Sie arbeitet seit Dezember beim Landschaftspflegeverband im Landratsamt.

Gelernte Biologin

Die gelernte Biologin war zuvor in der Umweltbildung im Bereich Nürnberger Land tätig. "Die Landwirtschaft begeistert mich", erklärte sie. "Mich begeistert vor allem, was Bio-Bauern leisten." Denn diese seien ja schließlich auch Naturwissenschaftler.

Sie zeigte sich erfreut, dass es die Initiative Öko-Modellregion gibt, um den ökologischen Landbau zu unterstützen".

Für sie sei Bio und Öko nur, wenn die Produkte lediglich kurze Wege zurücklegen. 109 Bio-Bauern gebe es im Landkreis, "das ist ein großes Know-how". Die Pioniere unter ihnen seien schon 30 Jahre aktiv. Ströll will nicht nur den Erfahrungsaustausch der Öko-Landwirte untereinander forcieren ("Damit sie sich gegenseitig stärken"), sondern auch die Verbraucher dazu einladen, "mit den Bauern ins Gespräch zu kommen, um zu sehen, welche Qualität hier vor Ort erzeugt wird".

Auch die Verarbeiter - für die Region nannte Ströll den Milchhof Amberg, die Käserei Wohlfahrt und den Hutzelhof (beide in Weißenberg bei Edelsfeld) - spielten eine Rolle.

Arbeitskreise aufbauen

Im Moment ist Ströll dabei, Arbeitskreise aufzubauen, in denen Themen behandelt werden, die den "Landwirten auf den Nägeln brennen", zum Beispiel Streuobst. Bio-Bauern hätten auch ein Interesse daran, ihre Produkte für die Gemeinschaftsverpflegung anzubieten.
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