Georgier mit EC-Karten auf illegaler Einkaufstour
Ganz miese Masche

Bei mehreren Geldinstituten eröffneten die beiden Georgier Girokonten. So kamen sie in den Besitz verschiedener EC-Karten und gingen damit in Amberg und Regensburg auf illegale Einkaufstouren. Bild: Hartl

Erst stellten sie im Januar Asylantrag, danach eröffneten sie bei mehreren Geldinstituten in Amberg Girokonten. So kamen sie in den Besitz von EC-Karten - so wie es eine neue gesetzliche Regelung zulässt. Der Georgier (23) und seine Ehefrau wussten offensichtlich sehr genau, was sie wollten und dann auch umsetzten. Mit der Bankverbindung war es ihnen möglich, auf bargeldlose Einkaufstour zu gehen.

Das taten die beiden Osteuropäer sehr ausgiebig. Rund 120 Fälle wurden unterdessen bekannt. In keinem einzigen floss Geld- mangels Masse, da keinerlei Deckung auf den Konten vorhanden war. Es dauerte bis Mitte April, ehe nach und nach Rücklastschriften die geschädigten Kaufhäuser erreichten. In der Summe handelt es sich um rund 16 000 Euro.

Es zeichnete sich eine gewerbsmäßige Betrugsmasche ab. Strafanzeigen wurden erstattet. Damit hatte das Ehepaar wohl schon gerechnet: Es war aus der zugewiesenen Unterkunft abgetaucht.

Der Polizei gelang es nun, den Mann nach einem Hinweis am Montag in der Innenstadt festzunehmen. Zuvor hatte er versucht, zu flüchten. Am Dienstag wurde er dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl. Von der Beute fehlt jede Spur, ebenso von der Ehefrau, die sich mit dem gemeinsamen Kind nach Aussage des Festgenommenen von ihm getrennt habe. Er wisse nicht, wo sie sich aufhalte. Die Ermittlungen laufen noch. Nach den ersten Erkenntnissen, so die Polizei, bestehen "intensive Verbindungen in verschiedene Städte in Frankreich".
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