Gesundheitsamt Ansprechpartner für Selbsthilfegruppen
Von wegen Niemandsland

Bis in der Fläche Kontaktstellen geschaffen sind, übernehmen in allen Regionen des Bezirks die Sozialdienste der Gesundheitsämter die Unterstützungsfunktion als Ansprechpartner.

Nicht unkommentiert stehen lassen möchte das Gesundheitsamt die Überschrift "Niemandsland Amberg-Sulzbach" (AZ, 1. April). Der Vorschlag selbst sei jedoch "sehr positiv": CSU-Stadtrat Rupert Natter fordert eine übergreifende Selbsthilfekontaktstelle.

Zu Wort meldete sich jetzt Gerhard Fleischmann, Leiter des Sachgebiets Gesundheitsförderung und Prävention am Gesundheitsamt: Die Kooperation zwischen Amberg und dem Landkreis ergebe für dieses Projekt aus seiner Sicht Sinn. Als "Niemandsland" möchte er es jedoch nicht bezeichnet wissen: "In der Oberpfalz gibt es lediglich in Regensburg eine für die Stadt und den Landkreis Regensburg zuständige Koordinierungsstelle für Selbsthilfegruppen. Bis in der Fläche Kontaktstellen geschaffen sind, übernehmen in allen Regionen des Bezirks die Sozialdienste der Gesundheitsämter die Unterstützungsfunktion als Ansprechpartner der örtlichen Gruppen. Einmal jährlich findet bei Kiss Regensburg ein oberpfalzweites Koordinierungsgespräch statt, da die dortige Stelle für die gesamte Oberpfalz die Selbsthilfeförderung über den Runden Tisch der Krankenkassen moderiert."

In Amberg und Amberg-Sulzbach seien derzeit knapp 40 Selbsthilfegruppen und etwa 15 fachlich angeleitete Gruppen aktiv. Seit etwa 15 Jahren gibt das Gesundheitsamt, unterstützt durch Präventionsmittel der AOK, im Turnus von drei bis vier Jahren einen regionalen Selbsthilfegruppenwegweiser heraus. "Derzeit läuft die redaktionelle Zusammenstellung der aktualisierten Auflage zur Jahresmitte 2016", informierte Fleischmann. Jährlich organisiere die Behörde zusammen mit Kiss Regensburg im Landratsamt ein Treffen der Selbsthilfegruppen, die zuschussberechtigt für Präventionsmittel der Krankenkassen sind. "Daneben informieren wir die Koordinatoren der örtlichen Gruppen über Neuerungen per E-Mail, geben den Gruppen, die Interesse haben, Gelegenheit sich beim Gesundheitstag im Landratsamt zu präsentieren, unterstützen bei der Neugründung und organisieren in unregelmäßigen Abständen Fortbildungen für Selbsthilfeaktive."

Fleischmann wies auf einen Termin hin: Am Freitag, 17. Juni, findet unter dem Motto "Gesunde Anteile stärken - Unabhängigkeit fördern" im ACC ein bayernweiter Selbsthilfefachtag statt. Das Gesundheitsamt unterstützt die Organsiation der Veranstaltung als "Selbsthilfeunterstützungsstelle". Im Vorgespräch im Dezember wurde auch die Schaffung einer Selbsthilfekontaktstelle in Amberg angeregt.

"Auch wir unterstützen das Vorhaben, da diese Fachstelle wohl umfangreichere Unterstützung bieten könnte als das Gesundheitsamt, das die Tätigkeit bisher gern zusätzlich zu seinen anderen vorgegebenen Aufgaben geleistet hat, wobei die Zeit doch Grenzen setzt", sagte Gerhard Fleischmann.
Bis in der Fläche Kontaktstellen geschaffen sind, übernehmen in allen Regionen des Bezirks die Sozialdienste der Gesundheitsämter die Unterstützungsfunktion als Ansprechpartner.Gerhard Fleischmann, Leiter des Sachgebiets Gesundheitsförderung und Prävention
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