Hakenkreuz und SS-Runen an Friedhofsmauer
Nazi-Schmierereien sofort beseitigt

Ein deutliches Zeichen haben Bürger gegen die Nazi-Schmierereien an der Mauer des Katharinenfriedhofs ("Am Fiederbach") gesetzt, in dem sie Zettel anbrachten, auf denen steht: "Nazis, nein danke" und "Wehret den Anfängen". Bereits gestern Nachmittag ließ die Stadt die Schmierereien beseitigen. Bild: Hartl

Beschämend sind für einen Bürger die Nazi-Schmierereien an der Mauer des Katharinenfriedshofs in der Straße Am Fiederbach, wie er in einer E-Mail an die Redaktion der Amberger Zeitung schrieb. Unbekannte hatten die Mauer mit SS-Runen und Hakenkreuzen verunstaltet.

Doch Passanten haben darauf reagiert, indem sie Zettel mit den Aufschriften "Nazis, nein Danke", "Wehret den Anfängen" und "Pfui Teufel" auf den Mauersims stellten und so kundtaten, dass sie mit diesen NS-Symbolen nicht einverstanden sind. Wie Wolfgang Lebe, Leiter des Standes- und Friedhofsamtes, auf Nachfrage erklärte, sei er Ende März mit dem Friedhofsvorarbeiter vor Ort gewesen, habe an der Betonmauer keine Hakenkreuze oder andere NS-Symbole feststellen können, jedoch andere Schmierereien. "Die werden in regelmäßigen Abständen entfernt." Das Übertünchen helfe aber nur bedingt, weil häufig wieder Graffiti angebracht würden.

Die SS-Runen und das Hakenkreuz befinden sich allerdings an der roten Backsteinmauer. Von diesen Schmierereien hatte Wolfgang Lebe bis Montagnachmittag noch keine Kenntnis. "Das wird natürlich sofort weggemacht", kündigte er an. Gut eineinhalb Stunden später meldete er bereits Vollzug; "Das ist jetzt beseitigt." Der Leser, der sich an die AZ gewandt hatte, beklagte grundsätzlich, dass die Graffitischmierereien in der Stadt zugenommen hätten, unter anderem an Kleider- und Glascontainern und an der Kurfürstenbrücke.
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