Hauptversammlung der Amberger Caritas-Sozialstation
Anforderungen in der Pflege steigen

Berichteten von Neuerungen im Pflegewesen und bei der Caritas-Sozialstation (von links): Pflegedienstleiterin Ingeborg Gerlach, Vorsitzender Pfarrer Michael Jakob, Fördervereinsvorsitzende Elisabeth Schaller, die neue Palliativ-Care-Fachkraft Christine Hochholdinger und Geschäftsführer Richard Sellmeyer. Bild: oe

Der Amberger Caritas-Sozialstation geht es wirtschaftlich gut. 40 Mitarbeiter sind rund um die Uhr unterwegs, um Patienten zu pflegen und auch Angehörige zu beraten. Vorsitzende Elisabeth Schaller vom Förderverein der Caritas-Einrichtung berichtete bei der Hauptversammlung über die Aktivitäten des abgelaufenen Jahres und bat die Mitglieder um Unterstützung bei der Mitgliederwerbung.

Derzeit sind 103 Frauen und Männer im Trägerverein eingeschrieben. Mit ihren Beiträgen und Spenden unterstützten sie die Pflegestation finanziell. "Gespendete Geldbeträge sind uns sehr wichtig", berichtete Pflegedienstleiterin Ingeborg Gerlach. Sie informierte anhand von Beispielen, wo Hilfestellungen nicht abgerechnet werden können, aber aus der Sicht der Caritas schlichtweg notwendig und eigentlich unverzichtbar sind. Mit der Kollegin Christine Hochholdinger verfüge die Sozialstation beispielsweise jetzt über eine geprüfte Palliativ-Care-Fachkraft, informierte Gerlach.

"Unsere Hoffnung, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ruht auf einer guten Umsetzung der geplanten generalistischen Pflegeausbildung", betonte die Pflegedienstleiterin. Die bisher drei getrennten Berufsbilder in diesem Bereich sollen zu einem zusammengeführt werden. "Pflege wird dadurch wesentlich attraktiver", meinte Gerlach. Eine weitere Änderung ergebe sich ab 2017 mit der neuen Einstufung in fünf Pflegegraden anstelle der bisherigen drei Stufen.

Gesunde Basis


Geschäftsführer Diakon Richard Sellmeyer teilte mit, dass die Sozialstation auf wirtschaftlich gesunden Beinen steht. Die drei eingesetzten Elektroautos hätten sich bestens bewährt, seien gut für die Umwelt und brächten unter dem Strich sogar Einsparungen. Bei der Altenkrankenpflege, bisher hauptsächlich ein Frauenberuf, sieht macht Sellmeyer inzwischen eine gewisse Verschiebung aus. Auch Männer würden sich zunehmend für den Pflegeberuf entscheiden. Die Sozialstation hat derzeit drei Auszubildende, zwei davon sind männlich.

Spektrum erweitert


Die hauswirtschaftliche Versorgung, so der Geschäftsführer, werde viel nachgefragt, da seit 2015 jeder Patient mit einer Pflegeeinstufung 104 Euro an Betreuungs- und Entlastungsleistung von der Kasse erhalten kann. Über die vielfältigen Aufgaben einer Palliativ-Care-Fachkraft informierte Christine Hochholdinger. Dieses Konzept sei umfassend angelegt und beziehe neben rein medizinische Pflege auch die Betreuung von Menschen in der letzten Lebensphase sowie entsprechende Begleitung der Angehörigen ein. Ziel sei, durch die Linderung belastender Symptome und eine professionelle Begleitung Lebensqualität möglichst lange aufrechtzuerhalten. Die Sozialstation informiert auch individuell.
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