Hauptversammlung der Feuerschützengesellschaft 1434
Reger Betrieb auf den Vereinsständen

Auf der Liste der zu ehrenden FSG-Mitglied standen (von links): Schützenmeister Peter Hüttner, Alois Dittrich, Bernd Bilfeldt, Dieter Markl, Stefan Scherber, Hans Tischner und Johann Mertl. Bilder: lj (2)
 
Die Vorstandsmitglieder (von links): Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz, Karl Platzer, Ingo Haak, Stefan Scherber, Bernd Bilfeldt, Johann Schmidt, Dieter Dauer, Jürgen Nitsche, Josef Gruber, Karlheinz Kugler und FSG-Präsident Hanns-Peter Oechsner.

Die Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft 1434 (FSG) bekräftigte ihr Vertrauen, das sie in ihren Präsidenten Hanns-Peter Oechsner und sein Vorstandsgremium setzt. Die Hauptversammlung bestätigte mit großen Mehrheiten die Vereinsspitze.

Amberg. (lj) In seinem Jahresrückblick mit Totengedenken vermerkte der Schützenpräsident, dass 2015 ein "stürmisches, aber weitgehend erfreuliches Jahr war". Das bedeute, es habe viele schöne Veranstaltungen und sportliche Erfolge, aber auch "echte Herausforderungen" gegeben. Erfreulich sei die jeweilige Resonanz bei den Mitgliedern gewesen.

Das beginne bei den üblichen sportlichen Wettbewerben wie der Vereinsmeisterschaft, den Rundenwettkämpfen und ende bei den Gau-, Landes- und Deutschen Meisterschaften, die durch die Vielfalt der ausgetragenen Disziplinen einen erheblichen Aufwand und Einsatz erfordern würden, betonte Oechsner. Hinzu kämen noch Schießen, die zwar durchaus unter sportlichen Aspekten ausgetragen würden, jedoch auch gesellige Höhepunkte darstellen. Dazu zählte der Präsident ein Sommer-, das Nikolaus- und Königsschießen sowie Wettbewerbe mit dem Karabiner 98 und zu Silvester.

Daneben ermöglichte der Verein, dass auch andere Gruppen die FSG-Stände nutzen konnten. An erster Stelle stand natürlich der Oberpfälzer Schützenbund, weil er die Bayerischen Meisterschaften im GK-Schießen jedes Jahr bei der FSG austrägt. Dem Amt für Landwirtschaft und Forsten wurde ermöglicht, den praktischen Teil der Jägerprüfung abzuwickeln, seit vielen Jahren nutzen die Stände auch Sicherheitsfirmen für ihre Übungsschießen. Hinzu kamen Schießen der Schwandorfer und Neumühler Schützen sowie des Gaus Pegnitzgrund. Nicht zuletzt hat zum 53. Mal auch das Stadtratsschießen hier stattgefunden.

Vom Winde verweht


Selbstverständlich auf der erfreulichen seite verbuchte der Präsident, dass der Mitgliederstand mit 439 eine neue Höchstmarke erreicht hat, und die Schützengesellschaft nicht von finanziellen Sorgen geplagt ist. "So gesehen, ist die Welt bei der Feuerschützen zumeist in Ordnung", resümierte Oechsner. Das bedeute aber nicht, dass es keine Probleme gebe. So ist der Verein noch immer auf der Suche nach einem Pächter für seine Gaststätte. Im wahrsten Wortsinne stürmisch wurde es 2015 für die Pistolenhalle, indem ein Sturm das 600 Quadratmeter große Dach herunterwehte und auch die Entlüftung davonflog. Der Gesamtschaden belief sich auf 26 000 Euro, 15 Prozent dieser Summe gingen zulasten des Vereins. Diese Schießstätte hat damit die FSG im vergangenen Jahr 34 000 Euro gekostet.

Laut Gauschützenmeister und Sportleiter Heinrich Fraunholz verlief für die FSG auch auf diesem Gebiet alles rund. 2015 wurden bei den Kugeldisziplinen 127 Starts zur Gaumeisterschaft bei etwa 30 Disziplinen in 20 unterschiedlichen Klassen gemeldet. Dabei erreichten Mitglieder 44 Einzel- sowie Mannschaftstitel, 30 zweite und 23 dritte Plätze. Zu diesen Primärdisziplinen kamen noch 20 Starts mit etlichen Gaumeistertiteln im Bogenschießen hinzu.

Etliche Leistungsträger


Die Bayerische Meisterschaft des Oberpfälzer Schützenbundes, kurz Landesmeisterschaft genannt, erreichten durchweg auch alle Gaumeisterschafts-Teilnehmer. Als Erfolge verbuchte die FSG 15 Landesmeistertitel, davon allein fünf für Dr. Dirk Schürfeld. Dazu kamen etliche 2. und 3. Plätze. Eine Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft erreichten Schürfeld (in drei Disziplinen) und Karl Platzer. Die aktiven Schützen sind zwischen 12 und 80 Jahren alt.

PersonaliaWahlergebnisse

Bei den anschließenden Wahlen wurden Hanns-Peter Oechsner als Schützenpräsident und Ilonka Fojt als Schriftführerin mit überragenden Mehrheiten wiedergewählt. Gauschützenmeister Heinrich Fraunholz fungiert kommissarisch als Sportleiter.

Im Gesellschaftsausschuss sind weiterhin Bernd Bielfeldt, Dieter Dauer, Josef Gruber. Ingo Haak, Karlheinz Kugler, Jürgen Nitsche, Karl Platzer und Johann Schmidt tätig. Bei einer erforderlichen Nachwahl zog Stefan Scherber noch in das Gremium ein.

Ehrungen

Gemeinsam mit Schützenkönig Josef Gruber zeichnete Präsident Hanns-Peter Oechsner Alois Dittrich, Dieter Markl und Stefan Scherber mit der Ehrennadel der FSG in Silber aus.

Die Ehrennadel der FSG in Gold bekamen Bernd Bielfeldt und Hans Tischner. Der Große Verdienstorden am Bande wurde an Johann Mertl verliehen. (lj)
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