Hauptversammlung der kreisverkehrswacht Amberg-Sulzbach
Das Spektrum wird breiter

Im Schulbereich arbeitet die Kreisverkehrswacht sehr eng mit den Verkehrserziehern der Amberger Polizeiinspektion, Johann Treiber und Dieter Muschler (von links), zusammen. Archivbild: Huber

Wenn die Stichworte Sicherheit im Straßenverkehr und Verkehrserziehung fallen, richtet sich der Blick stets in Richtung Schule und Kinder. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit.

-Sulzbach. Rund 2000 Stunden sind jährlich Mitglieder der Kreisverkehrswacht unterwegs und davon profitieren alle Altersstufen. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Gasthof Erras in Fichtenhof deutlich. Vorsitzender Gernot Schötz legte einen Rechenschaftsbericht vor, der ein äußert aktives Geschäftsjahr beschrieb.

Die Spannbreite der angebotenen Programme und Aktionen ist enorm. Schon allein das Verkehrswacht-Programm "Kind und Verkehr" umfasst 17 Themenbereiche, die Mitglieder auf Elternveranstaltungen ins Bewusstsein rufen. Es geht darum, was Eltern und Kraftfahrer beachten müssen, weil Kinder im Straßenverkehr schwerer erkennbar und oft unberechenbarer sind. Begonnen wird damit im Kindergarten.

Mit dem Schulwegtraining geht es weiter. Hinzu kommen bald darauf die Radfahrprüfung für die Grundschüler (33 Klassen mit 765 Kindern wurden laut Schötz 2015 geschult) und Fahrradturniere in den 6. Klassen der Mittelschulen (13 Klassen, 281 Teilnehmer). Das richtige Verhalten beim Einsteigen und in Schulbussen gehört ebenso dazu, wie die Ausbildung von Schülerlotsen.

Schwerpunkt Schule


Insgesamt konnten Moderatoren der Kreisverkehrswacht bei 38 Veranstaltungen über 1100 Eltern erreichen. Bei 27 Schulwegstrainings wurden mehr als 1300 Kinder angesprochen. Hinzu kamen zwei Seminare für die Verkehrslehrer an den Grund- und Mittelschulen. Vervollständigt wird diese Arbeit laut Schötz in den Schulen mit einem umfangreichen Paket an Lehr- und Lernmitteln, das nahezu kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die Verkehrswacht kann in diesem Zusammenhang auf die anhaltende finanzielle Unterstützung der Sparkasse bauen.

Weitere Zielgruppen


Bei 37 Vorträgen zum Thema "Alkohol und Drogen", die vor allem an weiterführenden Schulen und in Vereinen angeboten wurden, konnte zudem die Zielgruppe der 16- bis 24-Jährigen erreicht werden. Im Vergleich zum Bevölkerungsanteil ist diese Altersgruppe an Verkehrsunfällen überdurchschnittlich häufig beteiligt. Für Schötz ist es nicht alltäglich, dass junge Fahranfänger zur Verkehrswacht kommen. Aber Sicherheitstrainings wie "Könner durch Erfahrung" sprechen auch dieses Klientel an. Hinzu kommen Unfallverhütungs- und Sicherheitstrainings für Versicherte in Berufsgenossenschaften (23 "Könner-Kurse", 16 Sicherheitstrainings, insgesamt 430 Teilnehmer). Das sei alles "sehr kostenintensiv", ließ Schötz nicht unerwähnt. Immer mehr hinzu kämen auch die Belange der größer werdenden Zahl der Senioren im Straßenverkehr. Das sei eine wachsende Zielgruppe der Verkehrswacht, der vor diesem Hintergrund beispielsweise das Aktionsprogramm "Mobil bleiben, aber sicher" als Test der eigenen Reaktionsfähigkeit angeboten werden kann. (Im Blickpunkt)
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