Heinrich Benker wird heute 60
Stadtbild entscheidend geprägt

Geboren in Marktredwitz, Abitur in Bayreuth, Studium in Coburg, Karriere in Amberg - Heinrich Benker blickt auf 60 Lebensjahre und ein Vierteljahrhundert als selbstständiger Architekt zurück. Bild: tk

Heinrich Benker hat gleich doppelt Grund zum Feiern. Der gebürtige Marktredwitzer, der heute 60 wird, ist seit 25 Jahren als selbstständiger Architekt in Amberg tätig. Worüber er sich mehr freut? Nicht über das Alter, das lasse sich ja bekanntlich nicht aufhalten. Aber seit einem Vierteljahrhundert das Erscheinungsbild der Stadt mitprägen zu dürfen - das macht Benker stolz und demütig zugleich: "Dafür benötigt man viel Glück und viel Fleiß. Genau in dieser Reihenfolge."

Denn trotz seines Abiturs in Bayreuth und des Architekturstudiums in Coburg konnte sich der junge Heinrich Benker nicht darauf verlassen, in seinem Traumjob auch tatsächlich wirken zu dürfen. Doch der Uni-Absolvent hatte Glück: 1985 reagierte das Amberger Büro Seebauer & Rall positiv auf die Bewerbung des Oberfranken, dessen Arbeit offensichtlich gleich von Anfang an gut ankam. Firmenchef Kurt Seebauer ließ Benker als Partner am Erfolg teilhaben und übergab ihm 1991 das Unternehmen, als die Sanierung des Rathauses abgeschlossen war.

Danach gelang es Benker relativ schnell, sich einen hervorragenden Ruf zu erwerben. Was mit der baulichen Ertüchtigung des Morawitzky-Palais am Hallplatz begann und sich mit der Sanierung der Eishalle fortsetzte, mündete in einer Architekten-Erfolgsgeschichte. Benker entwarf, entwickelte und erbaute mit seinem Team (aktuell sind es sieben fest angestellte Mitarbeiter) für die Stadt so wichtige Gebäude wie das Wallmenichhaus, das neue Bürgerspital und die Rettungsleitstelle. Aktuell entsteht für die Firma Herding Filtertechnik im Industriegebiet Nord ein Verwaltungsgebäude samt Kantine. Zuvor war das neue Kümmersbrucker Hallenbad fertig geworden.

Nach seinem bedeutungsvollsten Projekt gefragt, muss Heinrich Benker nicht lange überlegen: "Ganz klar, MST in Schnaittenbach." Seniorchef Jürgen Ruttmann habe ihm bei dem Bau des Reederei-Gebäudes im Wesentlichen freie Hand gelassen. Bei einem Seniorenheim sei das so gar nicht möglich. Benker, der unter anderem auch für die Volksbank-Raiffeisenbank in der Amberger Bahnhofstraße, in Ursensollen und Utzenhofen umbaute, ist seit 1987 mit seiner Frau Claudia verheiratet, Tochter Sarah (27) verdient ihr Geld in Nürnberg im Management eines großen Seniorenheim-Betreibers.

Der Privatmann Benker, der in den 90er-Jahren im Gesamtvorstand des ERSC Amberg saß und auch Eishockey-Abteilungsleiter war, hat zum 60. Geburtstag nur einen Wunsch: "Dass sich die Welt, die aus den Fugen geraten ist, wieder fängt." Voraussetzung dafür seien entschlussfreudige Politiker mit Vernunft.
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