Hochschulen und Feuerwehren kooperieren
Alarm im Hörsaal

Augsburg/Amberg. Bayerns Feuerwehren sollen künftig gezielt an Universitäten und Fachhochschulen Nachwuchs anwerben. An der Hochschule Augsburg wurde jetzt ein Projekt vorgestellt, um Studenten die ehrenamtliche Arbeit bei Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen während ihrer Ausbildung zu ermöglichen. Die Studierenden sollen keine Nachteile haben, wenn sie Zeit für ihr Engagement aufwenden.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Schirmherrschaft für das Augsburger Modell übernommen und hofft nun darauf, dass es Vorbild für andere Hochschulen im Freistaat wird. Die Pilotvereinbarung spreche "gezielt junge, leistungsstarke Menschen an" und sei ein "neuartiges Konzept zur Nachwuchsgewinnung und -erhaltung in Feuerwehren und freiwilligen Hilfsorganisationen", sagte der Minister laut Redemanuskript bei der Vorstellung.

Das Augsburger Modell wurde Ende 2015 vom Bundesinnenministerium für sein "Innovatives Konzept" ausgezeichnet. Studenten aus der Region wird es bekannt vorkommen: Mit dem "Amberger Modell" machte einst die OTH von sich Reden. Es sah vor, dass sich Studierende bei Wohlfahrtsverbänden engagieren und auf diese Weise die Studiengebühren finanzieren. Das Augsburger Modell lehnt sich daran an. Die ehrenamtlich tätigen Studenten erhalten Mentoren der Hochschule, die sie gezielt unterstützen. Gemeinsam wird dann eine Studienplanung erarbeitet, in die die Dienstpläne der Ehrenamtlichen integriert werden. Zusätzlich gibt es individuelle Urlaubssemester.
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