Hubertusmesse und Hubertusfeier der BJV-Kreisgruppe Amberg
Keine "blutigen Tatsachen"

Urkunden gab es für langjährige Mitglieder (von links): stellvertretender Kreisgruppenvorsitzender Ruppert Schmid, Adolf Hösl, Manfred Witt, Hans Neugebauer, Georg Zink, Reinhold Galli, stellvertretender Landrat Franz Birkl und Alfred Reinwald. Bilder: gf (3)

Jagd müsse mit Respekt vor dem Wild erfolgen. Diese Meinung vertrat Dr. Harald Schwartz am Samstag bei der Hubertusfeier.

Pfarrer Michael Jakob erinnerte in der Hubertusmesse in der Basilika St. Martin an den heiligen Hubertus und seine anfänglich zügellose Jagdleidenschaft unter Missachtung aller göttlichen Gebote. So soll er an einem Karfreitag einen Hirsch verfolgt haben. Der Hirsch habe Hubertus den Kopf zugewandt, ein strahlendes Kreuz in seinem Geweih. Hubertus sei später Mönch geworden und schließlich Bischof.

Pfarrer Jakob betonte, hier werde nicht die Jagd als solche verteufelt, sondern die zügellose Jagdleidenschaft. Jagd an sich sei die Erfüllung des göttlichen Auftrags zur Bewahrung und Pflege der Schöpfung. Nicht gemeint sei eine angemaßte Herrschaft über die Natur und deren rücksichtslose Ausbeutung. Bei der Hubertusfeier im Schützenheim am Kugelfang stellte der CSU-Landtagsabgeordnete Harald Schwartz klar, dass die Jäger keine "blutigen Tatsachen" schafften, sondern mit Respekt vor dem Wild und Ehrfurcht vor der Schöpfung einer kultivierten Jagd nachgingen, bei der Ethik und Gewissen eine große Rolle spielten. Jagdpächter stünden rund um die Uhr für Natur- und Tierschutz bereit. Müsste der Staat mit Berufsjägern die vorgegebenen Abschussquoten einhalten, wäre das nach Ansicht von Schwartz nicht mehr zu bezahlen.

Kein Verständnis hatte Schwartz für die geplante EU-Feuerwaffenrichtlinie, mit der ein "Depperltest" vorgeschrieben werden könnte, um die Zuverlässigkeit für Jagd- und Waffenschein unter Beweis zu stellen. "Das sollen die mit uns bayerischen Jägern gar nicht probieren, wir Jäger lassen uns nicht in einen Topf mit Kriminellen stecken."

Stellvertretender Landrat Franz Birkl meinte, dass die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Jägern grundsätzlich funktioniere. Die Wildschweinabschüsse in Bayern bezifferte Franz Erras im Jagdjahr 2015/2016 mit 85 000, im Jahr davor seien es gut 70 000 gewesen, dennoch könne kein Rückgang der Wildschweinpopulation festgestellt werden.

Die GeehrtenLangjährige Mitglieder der Kreisgruppe Amberg im BJV: 25 Jahre: Hans Dürr, Markus Lubrich, Maria Weiß-Naber, Robert Ram, Harry Vogel. 40 Jahre: Konrad Biersack, Reinhold Galli, Hans Neugebauer, Alfred Reinwald. 50 Jahre: Adolf Bäumler, Dr. Alois Deichl, Oswald Edl, Franz Erras, Michael Schlosser, Richard Sichelstiel, Peter Hammer, Adolf Hösl. 60 Jahre: Werner Schnittger, Bernhard Senft, Manfred Witt, Ulrich Hans Veit, Georg Zink. - Für ihre Verdienste um das Jagdwesen erhielten den BJV-Ehrenkranz in Bronze : Johann Binner, Karl-Heinz Beck, Manfred Lubrich, Stefan Renner. Die Vereinsmeisterschaft gewann Berthold Demleitner mit 141 Ringen vor Dr. Markus Mahal (140) und Karl-Heinz Beck (138). Die Ehrenscheibe ging an Armin Nold. (gfr)
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