Idyllisches Kirchlein in Atzlricht feiert Patrozinium
Maria Schnee ist einfach "schee"

Zum guten Ton gehört es für die Musikkapelle Ursensollen, den Festgottesdienst beim Patrozinium von Maria Schnee zu begleiten - ob es regnet, scheint oder schneit. Wobei Letzteres Gott sei Dank ausblieb. Bild: ads

Maria Schnee ist einfach "schee": So empfinden das viele Amberger, weshalb sie sich jedes Jahr aufs Patrozinium des Kirchleins in Atzlricht freuen. Selbst vom Regen ließen sich die Besucher heuer nicht abhalten, der das Feiern in der idyllischen Landschaft aber doch etwas trübte.

Dem Patrozinium kommt in der Pfarrei St. Georg schon von daher besondere Bedeutung zu, als dass es den schönen Schlusspunkt für viele kirchliche Feste vor der entspannten Sommerpause setzt. Nachdem der Auftakt bereits am Vorabend bei einer gemütlichen Sitzweil vor Maria Schnee samt guter Verpflegung erfolgt war, lag der Schwerpunkt des Patroziniums tags darauf auf der gut besuchten Festmesse mit St. Georgs Stadtpfarrer und Dekan Markus Brunner. Die musikalische Gestaltung des Freiluftgottesdienstes vorm Kirchlein hatte wie immer die Musikkapelle Ursensollen unter Leitung von Stefan Neger übernommen.

Es prasselt zur Predigt


Nachdem sich das starke Gewitter in den Morgenstunden verzogen hatte, nahm daran eine überraschend große Anzahl von Gläubigen teil - sicher in der Hoffnung, dass es für diesen Tag ausgeregnet hätte. Dem war aber nicht so, denn während der Predigt von Markus Brunner begannen die Niederschläge erneut, was irgendwie zum Thema des Dekans passte. Er ging auf die jüngsten Terror- und Gewaltakte ein und sagte, dass auch dadurch die Weltordnung ins Wanken geraten ist - die Menschen durch Unsicherheit, Entsetzen, Angst und Trauer tief betroffen seien. Die Regierenden mahnte er zur Besonnenheit und forderte eine Politik der ruhigen Hand. Die Gesellschaft müsse zu einer Kultur der Gegenseitigkeit zurückkommen, wozu gelebte Barmherzigkeit einen großen Beitrag leisten könne: "Die Wirkung ist enorm: Frieden in uns, Frieden untereinander, Frieden in der Welt - diese Werteordnung wäre die richtige Weltordnung", sagte Brunner.

Zu Maria Schnee und zum Patrozinium zurückkehrend, erinnerte der Stadtpfarrer daran, dass das Medienhaus Der Neue Tag zu seinem 70-jährigen Bestehen ein Buch mit den 70 schönsten Orten der Oberpfalz herausgegeben hat. Atzlricht ist darin enthalten, wie ihm auch ein ganzes Büchlein gewidmet ist. Es heißt "Maria Schnee" und wurde kürzlich vom gebürtigen einstigen Atzlrichter Pfarrer Hans Schinhammer in Eigenregie herausgebracht. Er habe damit der Heimatliebe zu seinem Geburtsort Ausdruck verleihen wollen. Ein gutes Stück Heimatliebe ist aber alle Jahre auch das Patrozinium - besser gesagt sind es die vielen Menschen, die das mit ihrem Besuch von Gottesdienst und Fest im Schatten von Kirchlein und Bäumen zum Ausdruck bringen.

Erstmals Ende mit Taizé


Selbst wenn die Bäume heuer eher als Regenschutz denn als Schattenspender dienen mussten. Trotz des unbeständigen Wetters blieben viele Gläubige nach der Messe, der sich noch eine Fahrzeugsegnung anschloss, zur leiblichen Stärkung mit Bratwürsten, Steaks und mehr. Erstmals fand das Patrozinium mit einem Abendlob mit Gebeten und Liedern aus Taizé seinen Ausklang.
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