IG-Metall-Bevollmächtigter Horst Ott wird 50 Jahre
Klartext-Redner und Löwe

Der Sechzger wurde 50 und viele gratulierten dem ausgewiesenen Fan der Münchner Löwen, der seit 2012 an der Spitze der Verwaltungsstelle der IG Metall in Amberg steht: Erster Bevollmächtigter Horst Ott. Gefeiert wurde nicht nur im Kreise von Kollegen, zu denen sich mit Bertin Eichler einer seiner Vorgänger und langjähriger Finanzchef der deutschen IG Metall, mischte, sondern auch Grammer-Vorstandsvorsitzender Hartmut Müller, Landrat Richard Reisinger und Oberbürgermeister Michael Cerny.

Den Reigen der offiziellen Gratulanten eröffnete im Gewerkschaftshaus mit Udo Fechtner der Vertreter Otts. Er schilderte den beruflichen Werdegangs des Neu-Fuffzigers, ausgehend von der Lehre als Maschinenschlosser beim Rüstungsunternehmen Renk in Augsburg, über das Volontariat bei der IG Metall in der Fuggerstadt von 1989 bis 1990. 1991/92 dann studierte Ott an der Akademie für Arbeit in Frankfurt. Damals kreuzten sich dessen Wege an einer Hotelbar in Nürnberg mit denen Eichlers und damit war Otts Zukunft in Amberg eingeleitet. "Er hat frischen Wind hierher gebracht, als er 1992 die Aufgabe des Jugendsekretärs übernahm", bescheinigte Fechtner.

Zum Zweiten Bevollmächtigten der Verwaltungsstelle sei er 2008, zum Ersten 2012 gewählt worden. Die jüngsten Höhepunkte seien Otts Beiträge zur Sanierung der Luitpoldhütte und bei der Einführung gewerkschaftlicher Kultur bei ATU gewesen. "Du tust der IG Metall gut", schloss der Redner.

Ein ähnliches Kompliment hatte IGM-Bezirksleiter Jürgen Wechsler (München) parat, der Ott ins Album schrieb, innovativ zu denken und zu handeln. Ott habe Karriere gemacht, werde beruflich aber sicher noch die eine oder andere Herausforderung zu meistern haben. Manchmal freilich sei es schwer mit ihm, weil er an seinen Prinzipien festhalte: "Aber das ist ein ehrenwerter Charakterzug."

Grammer-Chef Hartmut Müller gab Ott, als stellvertretendem Aufsichtsratsvorsitzenden der AG, mit auf den Weg, auch nach dem 50. Geburtstag Umsicht walten zu lassen, wenn er sich aufs Motorrad setze oder sich auf den Pferderücken schwinge. Müller zeigte sich beeindruckt, vom hohen Niveau der gegenseitigen Wertschätzung, die den Gewerkschafter auszeichne. Er nannte ihn zudem einen "Klartext-Redner, der stets auf den Punkt kommt". Und: "er ist ein Typ, der scharf schießt, wenn es ihm reicht. Das muss abfärben, dass er direkt an der Grenze zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr wohnt", scherzte Müller.

Ott selbst meinte nach den Laudationes nicht minder humorvoll: "Was da so über einen gesagt wird, das klingt ja gar nicht so schlecht."
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