In der Albert-Schweitzer-Schule wird's eng
Raumnot schnellstens beenden

Für eine rasche Behebung der Raumnot in der Albert-Schweitzer-Schule sprach sich die CSU-Stadtratsfraktion bei einer Ortsbesichtigung aus. Denkbar wäre ein kostengünstiger Anbau an den blauen Verbindungstrakt, der als provisorischer Speisesaal genutzt wird. Bilder: usc (2)
 
Noch nicht endgültig ist der Erstentwurf für eine Erweiterung der Albert-Schweitzer-Schule, im Prinzip aber denkbar.

Die Albert-Schweitzer-Schule braucht dringend einen Erweiterungsbau, wie immer der auch aussehen mag - für einen eigenen Speisesaal und die Mittagsbetreuung. Ein Aufzug ist notwendig, um die Inklusionsschule barrierefrei zu machen. Insgesamt 650 00 Euro stehen dafür im Haushalt.

Amberg. (usc) In dem Raum, in dem einst der Vater von Alt-OB Wolfgang Dandorfer als Konrektor unterrichtete, im jetzigen Lehrerzimmer, machte sich die Stadtrats-CSU Gedanken darüber, wie man die drängenden Probleme so schnell wie möglich lösen kann. Dazu sollen alle möglichen Förderquellen angezapft werden. Nur zügig muss es laut Fraktions-Chef Dieter Mußemann gehen.

Derzeit sind 281 Buben und Mädchen in zwölf Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis 4 untergebracht. Die Schule beherbergt auch zwei ausgelagerte Klassen des Heilpädagogischen Zentrums mit 18 Schülern der Jahrgangsstufen 1/2 und 4/5. Exakt 49 Prozent der Kinder haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Darunter fallen auch die Schüler, die zwar hier geboren sind, deren Elternhaus aber nicht Deutsch spricht.

Kein Platz für Flüchtlinge


Rektorin Marion Weigl kann nur schwerlich absehen, wann sie weitere Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus zugeteilt bekommt. "Dafür hätten wir derzeit aber keinen Platz mehr", war ihre klare Aussage. Die Schule verfügt laut Weigl über eine Beratungslehrerin und eine Schulpsychologin. Zusätzlich notwendig wäre eine Jugendsozialarbeiterin.

In der achtgruppigen Mittagsbetreuung bleiben momentan 38 Kinder bis 14 Uhr und 64 bis 16 Uhr. Die Verwendung des Verbindungstrakts als Speisesaal sei auf die Dauer keine Lösung, hieß es. Die Küche verdiene ihren Namen nicht und sei eine recht provisorische Essensausgabestelle, deren Betrieb haarscharf an der Genehmigungsfähigkeit liege.

Im Hochbauamt denkt man an das Andocken eines neuen Speisesaals an die Essensausgabe. Nach einer Lösung rufe auch der nicht barrierefreie Zugang zur Schule. Die CSU-Fraktion kann sich eine Verlegung des Eingangs vorstellen, um ebenerdig ins Gebäude kommen zu können. Ein Aufzug wäre dann überflüssig. Abgesehen davon hat die Schule einen kompletten Sanierungsbedarf, wie Hans-Georg Wiegel, der Leiter des Hochbauamts, einräumte. Die Kosten hierfür seien auf acht bis neun Millionen Euro veranschlagt. Für Dieter Mußemann ist klar, dass eine Erweiterung über mehrere Jahre im städtischen Haushalt finanziert werden müsste und sprach von einem akuten Bedarf. Wolfgang Meier, der Leiter des Schul- und Sportamts, sieht auf die Einrichtung eine Ganztagsbetreuung zukommen. "Da wird es eng", meinte er lapidar.

Vorbild Realschule


Um nicht unnötig Zeit verstreichen zu lassen, zieht die CSU eine Erweiterung, wie an der Schönwerth-Realschule geschehen, in Betracht - nämlich einen Anbau in Holzbauweise, wie sie Ralf Kuhn ins Gespräch brachte. "Entscheidend wird sein, ob wir dafür von der Regierung eine Förderung und einen vorzeitigen Baubeginn bekommen", warf OB Michael Cerny ein. Dabei müsste man sich bei der Beantragung auf die akute Raumnot konzentrieren. Dieter Mußemann zeigte sich überzeugt, dass eine Schulerweiterung durchaus innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren machbar sein müsste.
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