In vier Wochen 30.488 Kilometer
Könige unter den Königen

"Ich schaue links, ich schaue rechts", sangen die Erstklässler. Auch zur Vorbereitung auf den Straßenverkehr soll der Kilometerkönig dienen.

Insgesamt haben die Grundschüler aus Stadt und Landkreis drei Viertel des Äquators umrundet, ein Schulausflug von exakt 30 448 Kilometern. Komplett unter freiem Himmel und mit den besten Freunden. Der Unterricht fand dennoch statt. Diese Strecke ist die Summe aus vier Wochen Fußweg in die Schule.

Ammersricht. (pinl) Für ihre Leistungen bei der Aktion Kilometerkönig, organisiert vom Bündnis für Familie, ehrten Stadtwerke-Chef Stephan Prechtl und Bürgermeister Martin Preuß am Mittwoch stellvertretend die Klassen der Grund- und Mittelschule Ammersricht. Teilgenommen hatten heuer insgesamt 1280 Kinder an sieben Grundschulen in Amberg und Sulzbach-Rosenberg.

Bis nach Spanien


Allein die 140 versammelten Mädchen und Buben aus Ammersricht hatten laut Preuß eine Distanz von 3720 Kilometern zurückgelegt - sie kämen damit bis nach Spanien. Bei dem Projekt hatten sich die Klassen verpflichtet, von 30. Mai bis 24. Juni ihren Schulweg zu Fuß, per Cityroller oder mit dem Fahrrad zu bewältigen. Die Strecke wird anschließend auf einem Flyer eingetragen: "Drei ausgemalte Kronen fürs Hin- und Zurückgehen", wie die Kinder Rektor Stephan Tischer antworteten. Ab einem Kilometer Länge wird gewertet. Preuß und Prechtl ehrten die Sieger, die Könige unter den Königen: Spitzenreiter war dabei die Ammersrichter 4 a mit 708 Kilometern.

Jedes Kind kann sich auf einen neongelben Turnbeutel der Stadtwerke freuen. Als Sponsor belohnte der Energieversorger das Engagement mit einem 1500-Euro-Scheck, den Bernhard Albrecht, Geschäftsführer der Jura-Werkstätten, entgegennahm. Verwenden will er das Geld für neue Trainingsanzüge der drei Sport-Teams im Betrieb.

Anders als in Afrika


In einem Vortrag präsentierten die Kinder der Kombiklasse 3/4 Schulwege auf anderen Kontinenten. In Asien müssten Gleichaltrige in einem Korb reißende Flüsse überqueren, in Afrika seien Entfernungen von zehn Kilometern keine Seltenheit. Die Schonung der Umwelt, die frische Luft oder die Erlebnisse mit den Freunden: Der Ammersrichter Nachwuchs konnte Rektor Stephan Tischer einige gute Gründe für das Mitmachen nennen.

Nach der Siegerehrung hatte er noch eine Anregung für das kommende Jahr: Da sich unter seinem Dach auch noch Mittelschüler befänden, könne er sich gut vorstellen, die Aktion auch bis zur 6. Jahrgangsstufe laufen zu lassen. Organisator Tobias Berz vom Bündnis für Familie und Preuß gaben dazu für die Volksschule Ammersricht bereits ihre Zusage.
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