Ina Piehler in Wanderausstellung
"Fluchthelfer" in Nürnberg eröffnet

Das Engagement von Ina Piehler (oben) ist der Amberger Beitrag zur Wanderausstellung Fluchthelfer, die in Nürnberg eröffnet wurde. Bürgermeister Martin Preuß (links) und Bündnis-Geschäftsführer Tobias Berz vertraten die Stadt bei der Eröffnung. Bild: hfz
Nürnberg/Amberg. Es ist eine Ausstellung der besonderen Art, die im Nürnberger Rathaus eröffnet wurde: Hinter dem zunächst provokant anmutenden Titel Fluchthelfer verbirgt sich die Darstellung und Würdigung ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Engagierter. Ohne deren tatkräftige Unterstützung die Aufnahme und Integration vieler Schutzsuchender nicht zu bewältigen wäre, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Stellvertretend für tausende Freiwillige, die Zeit, Geld, Tatkraft und Herz in ihre Tätigkeit investierten, wurden für die Wanderausstellung 22 Helfer aus der Metropolregion Nürnberg porträtiert - darunter Ina Piehler aus Freudenberg, die in der Amberger Gemeinschaftsunterkunft zunächst ein Frauencafé, später dann eine wöchentlich stattfindende Kindergruppe initiierte. Ob Eislaufen, Schwimmen, Besuche auf dem Bauernhof, Basteln, Malen oder Spielen, das Angebot der 36-Jährigen werde von den Kindern stets begeistert angenommen.

Piehlers Engagement und das ihrer Helferkollegen ist auf 15 großen Bannern abgebildet, die um eine zentrale Wäschespinne - symbolhaft für das Netzwerk der Helfer - versehen, mit verschiedenen Gegenständen aus der täglichen Flüchtlingsarbeit ergänzt werden.

Die Wanderausstellung selbst ist in Zusammenarbeit mit 15 lokalen Bündnissen für Familie der Städte Amberg, Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Schwabach und Weiden sowie der Landkreise Ansbach, Erlangen-Höchstadt, Kitzingen, Nürnberger Land, Neustadt an der Waldnaab und Weißenburg-Gunzenhausen entstanden und soll demnächst auch in Amberg gezeigt werden.

"Helfen macht glücklich - und zwar beide Seiten!", gab sich der Ratsvorsitzende der Europäischen Metropolregion, Armin Kroder , laut der Mitteilung bei der Ausstellungseröffnung überzeugt. Teilgenommen hatte auch Tobias Berz , Geschäftsführer des Amberger Bündnisses für Familie sowie des Bündnisses für Migration und Integration. An seiner Seite Bürgermeister Martin Preuß in Vertretung von Oberbürgermeister Michael Cerny nach Nürnberg gekommen.

Die Politik sei weiterhin zwingend auf das Engagement der Bürger angewiesen, gleiche die Integration "doch eher einem Marathon, als einem 100-Meter-Lauf", so der Nürnberger Landrat Kroder weiter.
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