Infoabend zum Pflegestärkungsgesetz II
Oberstes Ziel: ambulant vor stationär

(ads) Der Wechsel kommt zum Jahresende: Das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) führt ab 1. Januar einen neuen Bedürftigkeitsbegriff ein. Soll heißen: Aus den bisherigen drei Stufen werden künftig fünf Pflegegrade. Auch ein neues Begutachtungsverfahren gehört dazu. Zur Finanzierung soll der Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte steigen.

Wie sich diese Änderungen in der Praxis auswirken können, erklärte Thomas Göldner, Pflegeberater der AOK, bei einem Vortrag im Wallmenich-Haus. Vor allem im ambulanten Bereich komme es zu einer Verbesserung, sei es bei der Höhe der Pflegesachleistungen oder bei der besseren Finanzierbarkeit von teilstationären Leistungen wie die Tagespflege. Der Experte betonte: "Das oberste Ziel des Bundesgesundheitsministeriums war eindeutig: ambulant vor stationär." Tatjana Richter, die Leiterin des Wallmenich-Hauses, stellte als Fazit fest, dass die Schwesternschaft für die Zukunft gerüstet sei. Das mit dem Wohnungsunternehmen als Investor am Haager Weg (ehemals Möbel Ostler) geplante Seniorenzentrum, das in den nächsten zwei Jahren gegenüber dem Clementine-von-Wallmenich-Haus entstehen soll, werde dieses Angebot noch vervollständigen. Die Nachfrage steige: "Unsere Pflegeplätze im stationären Bereich sind immer zu 100 Prozent ausgelastet."
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