Innovative Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes
Es geht auch ohne Piks

Dr. Sigrid Heimering. Bild: hfz

Diabetiker müssen mehrmals täglich ihren Blutzucker messen und sich Insulin spritzen - und das ein Leben lang.

Mit "innovativen Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes" geht das vom Klinikum St. Marien und der Volkshochschule Amberg gemeinsam veranstaltete Gesundheitsforum am Dienstag, 26. Januar, in seine zweite Runde. Ab 19.30 Uhr gibt die Diabetologin und Oberärztin der Klinik für Kinder und Jugendliche, Dr. Sigrid Heimering, im Großen Saal des Rathauses Auskunft. Der Eintritt ist wie immer frei.

"Rund 300 000 Menschen in Deutschland leben mit Diabetes Typ 1", hält das Klinikum in seiner Presse-Info zu der Veranstaltung fest. Für sie heißt das: Ihr Körper produziert zu wenig oder gar kein Insulin. Das Hormon wird aber dringend benötigt, um den Zucker im Blut abzubauen. Also müssen Diabetiker mehrmals täglich ihren Blutzucker messen und sich Insulin spritzen. Gerade für Kinder und Jugendliche ist das nicht immer einfach. Moderne Therapieansätze helfen den Betroffenen, ihre Erkrankung besser zu kontrollieren.

So gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten, den Blutzuckerspiegel ohne "Fingerpiks" festzustellen. Beim Flash Glucose Monitoring (FGM) misst ein Sensor unter der Haut in der Zwischenzell-Flüssigkeit die Zuckerwerte und speichert sie Tag und Nacht. Auch das Continuous Glucose Monitoring (CGM) ist ein System zur kontinuierlichen Messung mit Hilfe eines kleinen Sensors. Zudem tragen moderne Insulinpumpen zu deutlich besserer Lebensqualität bei. Die kleinen Geräte versorgen die Patienten rund um die Uhr mit ihrem Grundbedarf an Insulin. Per Knopfdruck gibt die Pumpe beim Essen das zusätzlich erforderliche Bauchspeicheldrüsenhormon ab, um das ständige Spritzen zu vermeiden.

Über diese und weitere innovative Therapiemöglichkeiten bei Diabetes Typ 1 informiert Dr. Sigrid Heimering am Dienstagabend. Als Kinderärztin geht sie dabei schwerpunktmäßig auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen ein. Viel von dem, was sie sagt, ist aber auch für erwachsene Diabetespatienten gültig. Außerdem zeigt Heimering auf, wie nahe die Forschung bereits dem Ziel des "closed loop" gekommen ist, einem System also, das den Blutzuckerspiegel misst und automatisch reguliert. Abschließend steht die Ärztin wie stets beim Gesundheitsforum für Rückfragen zur Verfügung.

Am Dienstag, 2. Februar, wird dann die Frage nach den Behandlungsmöglichkeiten bei Durchblutungsstörungen der Beine genauer beleuchtet. Referent an diesem dritten und letzten Abend ist der Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin am Klinikum St. Marien, M.B.Ch.B. Khaled Saleh.
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