Interkulturelle Stadtführung
So einfach kann Integration sein

Ein seltener Anblick: Jugendliche sitzen mit Kopftuch oder Muskel-Shirt im Rathaussaal. Die interkulturelle Stadtführung des Beruflichen Schulzentrums machte es möglich. Bilder: hfz (2)

Um Mitschülern, die ihre Heimat verlassen mussten, die schönen Seiten Ambergs näherzubringen, organisierten die Vorklasse der Berufsoberschule und die Flüchtlingsklasse einen interkulturellen Rundgang durch die Stadt. In Deutsch und den Muttersprachen der Neuankömmlinge.

Amberg. Um das Programm zu organisieren, hatten sich die Schüler beider Klassen im Vorfeld mehrere Male getroffen. Sie recherchierten in Broschüren über die Stadt und ihre Geschichte sowie im Internet. Dabei erarbeitete jede Gruppe, die gleichermaßen aus Flüchtlingen und Einheimischen bestand, Informationen zu ausgesuchten Sehenswürdigkeiten.

Das Besondere daran: Festgehalten wurden die Ergebnisse in der arabischen Sprache Farsi (Iran) sowie in Tigrinisch (Äthiopien und Eritrea) und Kurdisch. Zum interkulturellen Stadtrundgang luden die Schüler auch die Kollegen aus den beiden anderen Flüchtlingsklassen sowie ihre Lehrer vom Kolping-Bildungswerk und der Berufsschule ein.

Der Rundgang startete laut einer Pressemitteilung an der Bürgerskulptur. Dort erfuhren die Neu-Amberger, dass diese Weltkugel aus Bronze aus über 1200 einzelnen Stücken besteht. Danach ging die Tour weiter über das Walfischhaus zum Marktplatz, wo eine Führung durch das Rathaus folgte. Hans-Georg Schrüfer, Leiter der Stabsstelle Zentrale Dienste, zeigte der Gruppe auch den 600 Jahre alten Rathaussaal, in dem in Amberg alle wichtigen Entscheidungen getroffen werden. Anschließend spazierten die Teilnehmer zum Stadtmuseum, zum Zeughaus und zum Landratsamt.

Über die Frauenkirche gelangten die jungen Leute zum Stadttheater, zum Maltesergebäude und erfuhren, dass das Eh'häusl als Europas kleinstes Luxushotel angesehen wird.
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