International Police Association macht Station in Amberg
Grenzüberschreitende Polizei-Zusammenarbeit mal anders

Ilonka Fojt und Wolfgang Sennfelder (links und Zweiter von links) engagieren sich schon lange für die International Police Association (IPA), haben aber bisher auf breite Öffentlichkeitsarbeit verzichtet. Der von ihnen organisierte Besuch einer rund 50-köpfigen IPA-Delegation aus Österreich am Freitag bot aber jetzt gute Gelegenheit, ihre Arbeit und vor allem die IPA mit ihren Hintergründen und Zielen vorzustellen. Bild: Steinbacher

Die jüngsten Terrorwellen haben die Wichtigkeit weltweiter Polizei-Zusammenarbeit erneut in den Blickpunkt gerückt. Auch wenn das meist für hochbrisante dienstliche Angelegenheiten gilt, fällt die Kooperation doch leichter, wenn man sich über Ländergrenzen hinweg schon kennt.

Eine Organisation, die dieses Ziel und den gegenseitigen Austausch fördert, ist die International Police Association (IPA), die jetzt mit einer bunt gemischten Abordnung aus Österreich in Amberg zu Gast war (die Teilnehmer stammten aus Triest, Wien, Traunstein, Niederösterreich und Kärnten).

Das liegt daran, dass es hier mit Ilonka Fojt und Wolfgang Sennfelder von der Amberger Polizei zwei aktive Mitglieder gibt, die dem Vorstand der IPA-Verbindungsstelle Nabburg angehören. Diese ist auch für den hiesigen Raum zuständig und hatte den Auftrag, bei einem insgesamt dreitägigen IPA-Treffen im Raum Nürnberg einen Abstecher für die rund 50-köpfige Gruppe in die Vilsstadt zu organisieren.

Hinter der IPA verbirgt sich laut ihren Statuten ein unabhängiger Zusammenschluss von aktiven oder pensionierten Angehörigen des Polizeidienstes ohne Unterschied von Rang, Geschlecht, Hautfarbe, Sprache oder Religion aus allen Teilen der Welt. Internationale und nationale Kontakte sollen es ermöglichen, Freundschaften zu knüpfen und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern. Im Mittelpunkt stehen ferner kulturelle Beziehungen, gesellschaftliche Treffen und der berufliche Erfahrungsaustausch. "Außerdem ist die IPA um die Förderung gegenseitiger Hilfeleistungen im sozialen Bereich bemüht und möchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum friedlichen Miteinander verschiedener Völker sowie zur Erhaltung des Weltfriedens beitragen", heißt es in den Grundsätzen der Organisation weiter. Im Detail möchte der Verband vor allem

persönliche Begegnungen durch gegenseitige Besuche von Einzelpersonen und Gruppen bei gemeinsamen Reisen und durch Briefkontakte fördern;

sich im Polizeidienst aller Mitgliedssektionen für die Wahrung der öffentlichen Ordnung einsetzen;

zur Stärkung des Ansehens der Polizei in den Ländern und zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen ihr und der Bevölkerung beitragen;

durch Jugendaustausch und internationale Treffen junger Leute Toleranz und das gegenseitige Verständnis (auch für die Arbeit der Polizei) ausbauen.

Beim Besuch in Amberg ging es vor allem um ersteren Punkt, wie Ilonka Fojt informierte. Sie hatte neben einem Besuch der Militärhistorischen Sammlung in der Leopoldkaserne und einem Essen im ACC auch eine Stadtbesichtigung samt Besuch auf dem Weihnachtsmarkt organisiert.

Klar, dass sich die Teilnehmer mit Ewald Grollitsch von der IPA-Verbindungsstelle Oberkärnten an der Spitze bei diesem rein gesellschaftlich und vergnüglich orientierten Programm in lockerer Runde kameradschaftlich näherkamen. Mit besten Eindrücken von Amberg, aber eben auch neuen und vertieften Freundschaften in der Oberpfalz und in Mittelfranken fuhren sie zunächst zurück nach Nürnberg und dann am Wochenende wieder nach Hause nach Österreich.
Weitere Beiträge zu den Themen: Polizei (2671)Terror (89)Kooperation (26)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.