Israelitische Kultusgemeinde spendet 1000 Euro für Tafel
Jeden Tag eine gute Tat

Für die israelitische Kultusgemeinde übergaben (von links) Simona Berger, Vorstandsmitglied Alexander Jolowitsch und Rabbiner Elias Dray die 1000-Euro-Spende an die Vertreter der Amberger Tafel. Von rechts Kassier Günter Preißl, Schriftführerin Maria Frohmann und stellvertretende Vorsitzende Irmgard Buschhausen. Bild: gf

"Eine gute Tat führt zur nächsten": Unter diesem Motto steht Mitzvah Day, den es auch in Deutschland gibt. Auf ihn nahm Elias Dray, Rabbiner der israelitischen Kultusgemeinde, Bezug, als er gemeinsam mit Simona Berger und Alexander Jolowitsch der Amberger Tafel eine Spende von 1000 Euro übergab.

Bei der Aktion, deren Idee ursprünglich aus Amerika stammt, vollbringen Juden eine gute Tat. "Eine gute Tat führt zur nächsten", erklärte der Rabbiner. Mit einer guten Tat unterstützte die israelitische Kultusgemeinde auch die Amberger Tafel, indem sie den Erlös eines Benefizkonzerts am 17. April spendete. Die Idee dazu hatte Gemeinde-Mitglied Simona Berger. Sie hatte vorgeschlagen, etwas für Flüchtlinge zu tun. Denn mit dem Geld, das die Tafel bekam, sollen insbesondere Migranten unterstützt werden.

Rabbiner Elias Dray berichtete bei der Spendenübergabe, dass er erst vergangene Woche mit einem Imam in einer Schulklasse in Berlin-Kreuzberg war. "Der Islam und das Judentum haben viel gemeinsam", hob er hervor und unterstrich: "Wir können in Frieden miteinander leben." Durch Aktionen wie den gemeinsamen Besuch von Schülern in Kreuzberg könne man Vorurteile abbauen, zeigte sich Dray überzeugt.

Der jüdische Mitzvah-Tag sei einmal im Jahr, die Amberger Tafel vollbringe an 365 Tagen im Jahr eine gute Tat, lobte der Rabbiner das Engagement. Laut stellvertretender Vorsitzender Irmgard Buschhausen hat die Tafel derzeit 90 Helfer, die sich sehr einbringen. "Wir sehen, dass es sehr viel Not und Armut auch in Amberg und im Landkreis gibt", erklärte sie. Buschhausen fand es bemerkenswert, dass die israelische Kultusgemeinde das Benefizkonzert für die muslimischen und syrischen Kunden der Tafel organisiert hat.

Sie sprach von einem großen Zeichen von Menschlichkeit und Nähe zu anderen. Von dem Geld sollen Gutscheine für Kleidung oder Schuhe an Flüchtlinge verteilt werden. Buschhausen lud Vertreter der Gemeinde ein, bei der Ausgabe einmal mit dabei zu sein - Simona Berger und Elias Dray sagten sofort zu. "Wir wollen den Leuten helfen", erklärte der Rabbiner.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.