Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ammersricht
Nur einer spart mit Lob

Tobias Stubenvoll (links) übergab das Amt des Jugendwarts der Ammersrichter Feuerwehr an Bastian Prechtl. Bild: tne

Die Ammersrichter verstehen sich als kleinere Feuerwehr. Doch sie haben 61 Dienstleistende. "Somit verrichtet aktuell ein Drittel aller Amberger Aktiven seinen Dienst in Ammersricht", bemerkte Kommandant Christian Schafbauer bei der Hauptversammlung.

Ammersricht. "Wir in Amberg sind unheimlich stolz auf unsere Feuerwehr, insbesondere auf die Ammersrichter Wehr", lobte Oberbürgermeister Michael Cerny im Pfarrzentrum. "So gut, wie ihr aufgestellt seid, seid ihr für die Zukunft bestens gerüstet", betonte der OB.

Vorsitzender Wolfgang Nagler erwähnte in seinem Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins unter anderem den Preisschafkopf, das Feuerwehrfest und den Kameradschaftsabend. Erfreut zeigte er sich auch über die stolze Zahl von 251 Mitgliedern - zwar etwas weniger als 2014, "aber die Zahl der Jugendlichen ist erfreulicherweise erneut gestiegen".

Zwei Wohnhausbrände


Kommandant Christian Schafbauer freute sich, dass trotz einiger Abgänge die Zahl der aktiven Dienstleistenden konstant blieb. Er lobte die aktive Mannschaft und die Jugend, die eine gewaltige Anzahl an Übungen und Ausbildungsveranstaltungen geleistet habe. Auch bei Einsätzen habe sich die Ammersrichter Wehr als schlagkräftig und zuverlässig erwiesen. Sie bewältigte 17 Brände und 30 technische Hilfeleistungen, wobei zwei Wohnhausbrände in Neubernricht die größten Herausforderungen darstellten. Dazu wurden 21 Sicherheitswachen geleistet.

Was die technische Ausstattung angeht, wurden neben einigen in Eigenleistung beschafften Einbauten an den Fahrzeugen drei Alarmmonitore installiert, die den Aktiven auf einen Blick das genaue Alarmstichwort sowie - auf einer Google-Maps-Karte - den genauen Einsatzort anzeigen. Die größte technische Neuerung, die demnächst ansteht, ist die Ersatzbeschaffung für das 32 Jahre alte LF 16. Mit der Führung der Amberger Wehr haben laut Schafbauer bereits intensive Planungen stattgefunden. Man hoffe, dass in den nächsten Tagen die endgültige Ausschreibung fertig werde, um den Anlieferungstermin (ursprünglich Ende 2016/Anfang 2017) nicht noch weiter nach hinten verschieben zu müssen. Schafbauer beförderte Reinhard Birner zum Hauptlöschmeister, Katrin Karl und Philipp Piechatzek zu Hauptfeuerwehrfrau bzw. -mann und Tobias Bauer, Patrick Messer und Konstantin Weigl zum Oberfeuerwehrmann.

Jugendwart Tobias Stubenvoll, der aus familiären Gründen sein Amt in der Versammlung niederlegte, konnte stolz verkünden, dass die Zahl der Jugendlichen erneut - auf 34 - gestiegen sei. Somit sei über die Hälfte aller Amberger Jugendfeuerwehrler in Ammersricht tätig. Anders als bei anderen Wehren habe man keine Nachwuchssorgen. Stubenvoll bedankte sich bei seinen Ausbildern für ihr Engagement. Sein Nachfolger Bastian Prechtl überreichte dem scheidenden Jugendwart ein Geschenk.

Stark beim Nachwuchs


OB Michael Cerny lobte das große Engagement der Ammersrichter Wehrmänner und zeigte sich von der Nachwuchsarbeit beeindruckt: "Es gelingt euch Ammersrichtern offensichtlich besonders gut, bei Jugendlichen das Interesse für ein Ehrenamt zu wecken und es über Jahre aufrechtzuerhalten." Ein besonderer Dank gelte deshalb nicht nur dem scheidenden Jugendwart, sondern besonders den älteren Mitgliedern, die vor Jahren die Grundlage für diese positive Entwicklung gelegt haben. "Ihr steht im Moment wirklich sehr gut da, ich kann nur sagen, weiter so!" Cerny bedankte sich mit einer Spende für die Vereinskasse.

Stadtbrandrat Bernhard Strobl hielt sich, anders als Cerny, überraschend mit Lob zurück und bescheinigte der Ammersrichter Wehr lediglich, "ganz gut" dazustehen. Er regte an, sich auch in Zukunft mehr um Neumitglieder zu bemühen, insbesondere um Quereinsteiger. Er werde, sobald er die Ausschreibung für einen neuen Abrollbehälter Gefahrgut, der hoffentlich noch im Mai auf der Hauptwache in Betrieb genommen werden könne, fertiggestellt habe, mit der Ausschreibung für das neue Ammersrichter Fahrzeug beginnen. Dann könne es Mitte nächsten Jahres in Dienst gestellt werden. Er bat alle Aktiven, mit dem wohl im April offiziell in Betrieb gehenden Digitalfunk intensiv zu üben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.