Jubilarin Anni Leitner liebt Musik
Tanz und Zither

Die Jubilarin Anni Leitner (vorne rechts) hatte sich eine Wolldecke gewünscht, die Bürgermeister Martin Preuß (links) ihr im Namen der Stadt überreichte. Mit der Jubilarin freuten sich Tochter Sieglinde Gres (hinten Mitte), deren Mann Ewald und Heimleiterin Claudia Bucher. Bild: Konrad

95 Jahre ist schon eine Leistung, fand Bürgermeister Martin Preuß. Und Anni Leitner freute sich über die Glückwünsche. Doch noch mehr bedeutete der Jubilarin das musikalische Ständchen.

"Laufen würde sie gern", sagte Tochter Sieglinde Gres. "Wenn sie im Rollstuhl sitzt, das gefällt ihr nicht so." Trotzdem fühlt sich Anni Leitner wohl im Heilig-Geist-Stift. Seit sieben Jahren ist sie jetzt hier. Feierte dort schon ihren 90. Geburtstag.

Wolldecke gewünscht


"Aber 95 Jahre, das ist schon eine Leistung", urteilt Bürgermeister Martin Preuß, der am Donnerstag im Namen der Stadt Anni Leitner seine Glückwünsche überbrachte. Ein Geschenk hatte er auch dabei: Die Decke für die kalte Jahreszeit hatte sich die Jubilarin extra gewünscht. Als die Eltern in Hohenkemnath ihre Landwirtschaft verkauften, kam Anni nach Amberg.

Dort schloss sie die Schule ab und heiratete 1942 ihren Rudolf. Da war sie noch keine 18 Jahre alt. Leitner arbeitete im Haushalt, später dann in verschiedenen Fabriken: bei Baumann und vor allem für Siemens. Mit ihrem Mann Rudolf, der 1996 verstarb, hatte sie eine Tochter. Die schenkte ihr zwei Enkel: Dagmar und Rudi. Auch einen Urenkel hat Anni Leitner: Dagmars Sohn Mario ist schon 20 Jahre alt.

Anni Leitner sitzt im Rollstuhl am Kaffeetisch in ihrem Zimmer im Heilig-Geist-Stift. Tochter Sieglinde legt ihrer Mutter liebevoll den Arm um die Schultern: "Im Kopf ist sie noch voll da. Sie versteht alles! Musik hat sie immer geliebt. Was meinen Sie, wie meine Mutter früher getanzt hat." In den Wirtshäusern hat Leitner Zither gespielt. Ihre Mutter hatte ihr dies in jungen Jahren beigebracht. Im Heim hatte sie dann ihre Mundharmonika dabei. Als die Geburtstagsgäste ein Ständchen anstimmten, sang die Jubilarin ein bisschen mit. Die Freude war ihr anzusehen.

Besuch mit Volksmusik


Für den Nachmittag hatten sich noch die beiden Patenkinder angekündigt. Josef und Günter bezeichnet sie aber schon seit vielen Jahren nicht als Patenkinder, sondern als ihre Neffen, erklärte Tochter Sieglinde. Die beiden sind in einer Kapelle und bringen eine Quetsche und eine Gitarre mit. Dann spielen sie der Jubilarin zu ihrem 95. Geburtstag bayerische Volkslieder vor.
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