Jugendschutz bei öffentlichen Festen
Bis hierher und nicht weiter

-Sulzbach. Junge Leute brauchen Freiräume, wie sie beispielsweise Feste oder eine Kirwa bieten. Vor Beginn der Saison im Landkreis haben Bürgermeister, Landrat Richard Reisinger und der Arbeitskreis Jugendschutz verbindliche Regelungen für den Barbetrieb auf Festen vereinbart und bekräftigt. Im wesentlichen entsprechen sie den Vorjahren.

Der Arbeitskreis Jugendschutz bietet Fest- und Kirwaveranstalter heuer zwei Infoabende an: am Mittwoch, 13. April, um 19 Uhr in Sulzbach-Rosenberg (großer Rathaussaal), am Dienstag, 26. April, um 19 Uhr im Amberger Jugendzentrum. Vertreter der Polizei, der Jugendämter und des Suchtarbeitskreises erläutern die Reglementierung des Barbetriebs bei öffentlichen Feiern und gesetzlichen Jugendschutz-Vorgaben bei Festen. Wichtige Punkte sind beispielsweise, dass Barbereiche klar abgegrenzt sein müssen, nur Erwachsene Zutritt haben, keine Spirituosen herausgebracht werden dürfen und es außerhalb des Barbereichs keinen Schnapsausschank geben darf.

Infoblätter zur Umsetzung dieser Auflagen werden Veranstaltern zur Verfügung gestellt und benennen Ansprechpartner der Jugendämter der Stadt und des Landkreises, der Polizei und des Suchtarbeitskreises am Gesundheitsamt. Das Jugendschutzgesetz, so die Behörden, stelle lediglich den Rahmen der Dauer des Aufenthalts von Jugendlichen und des Ausschanks von alkoholischen Getränken an sie in Gaststätten und bei Festen dar. Veranstalter könnten deshalb für ihr Fest durchaus strengere Maßstäbe anlegen.

Als Appell formulieren die Stadt und der Landkreis, dass Trinkanimationen für alkoholische Getränke wie Happy Hours, Flatrate-Saufen oder Ladies nights "keinen Platz auf Festen in der Region" haben sollten. Sogenannte Personensorgeberechtigte (umgangssprachlich Erziehungsberechtigte) eröffnen die Möglichkeit, dass Jugendliche länger auf Festen bleiben können, als es das Gesetz altersbedingt ohne Begleitung zulassen würde. Der Veranstalter kann eine schriftliche Übertragung der elterlichen Aufsichtsverpflichtung an Dritte anerkennen, muss das im Einzel- wie im Regelfall aber nicht tun. Darüber hinaus steht Festveranstaltern das gleiche Hausrecht wie jedem Gastwirt bis hin zum Veranstaltungsverweis zu.

Infoblätter, Plakate, sowie Einlassbänder Ü16 und Ü18 (sieben Cent pro Stück) können beim Suchtarbeitskreises beim Landratsamt (Hockermühlstraße 53, 92224 Amberg, gesundheitfoerderung@amberg-sulzbach.de, 09621/39-669) angefordert werden.

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Weitere Informationen:

www.suchtinfo-oberpfalz.de, www.amberg-sulzbach.de/gesundheitsamt
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