Jura-Werkstätten-Vorhaben wächst
Neubau für 23 Millionen Euro

Mit Michael Birner (rechts, Fraktionsvorsitzender im Kreistag) und Klaus Mrasek (links daneben), dem Parteisprecher im Stadtrat, an der Spitze, stattete die ÖDP der Jura-Werkstätten-Baustelle einen Besuch ab. Bild: hfz

Eine Baustelle von etwa 60 mal 100 Metern mit einer überbauten Fläche von 8400 Quadratmetern auf mehreren Stockwerken. Allein die Ausmaße der Baustelle für die neuen Jura-Werkstätten an der Leopoldstraße, die der ÖDP-Kreisvorstand besichtigte, sind schon beeindruckend.

Amberg. Auch das Investitionsvolumen von etwa 23 Millionen Euro passt in dieses Bild. Das entspricht laut ÖDP-Pressereferenten Josef Witt in etwa der Bausumme, die der Investor Ten Brinke in den nächsten Jahren in das Bürgerspitalgelände in der Altstadt stecken will. Vorbildlich sei das Energiekonzept des Neubaus.

Auf Nachfrage von ÖDP-Vorstandsmitglied Alexander Dehnert erklärte Bernhard Albrecht, der Geschäftsführer der Jura-Werkstätten, dass der Wärme-Bedarf von einem Blockheizkraftwerk, einer Hackschnitzelheizung und einem Gas-Brennwertkessel für Verbrauchsspitzen abgedeckt werde. Außerdem würden auf einer Fläche von 800 Quadratmetern Photovoltaikmodule installiert. Die Jura-Werkstätten werden mit ihrem Neubau in Amberg für 355 Menschen einen Arbeitsplatz anbieten können, heißt es in Witts Pressemitteilung. Möglich sei der Neubau bei laufenden Betrieb durch einen Grundstückstausch mit dem Milchhof.

Wie Eduard Freisinger, Vorsitzender der Jura-Werkstätten Amberg-Sulzbach, sagte, würden Menschen mit Behinderung aber nicht allein in den Werkstätten Beschäftigung finden, sondern auch im Garten- und Landschaftsbau beziehungsweise in mehreren ausgelagerten Gruppen- und Einzelarbeitsplätzen.

Die Jura-Werkstätten würden laut Freisinger gerne noch mehr Mitarbeitende vermitteln, um Menschen mit Handicap eine berufliche Perspektive zu geben. Es bestehe auch im Zuge von Erprobungs- und Praktikumsphasen für Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, in das Aufgabengebiet hineinzuschnuppern. So könnten sich Arbeitgeber von den Fähigkeiten und Fertigkeiten des Praktikanten überzeugen.

Michael Birner, Fraktionssprecher der ÖDP im Kreistag, appellierte an alle gewerblichen und kommunalen Arbeitgeber, dieses Angebot aufzugreifen und stellte fest: "Inklusion kann nicht beim Eintritt in das Berufsleben aufhören."
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