Katholisch werden oder auswandern

Das Kurfürstliche Schloss im 16. Jahrhundert. Im Saal der vorderen Kemenate (ältester nicht mehr existenter Bau) fand im Zuge der Rekatholisierung der erste katholische Gottesdienst statt. Bild: Dörner

Am Anfang der Geschichte steht die erste evangelische Predigt Ambergs. Sie wurde 1538 gehalten. Mit Beginn der Feiern zum 500-Jährigen der Reformation erfahren Interessierte bei einer Führung das Geschehen in Amberg. Bei einem Rundgang, der am Sonntag, 13. November, um 14.30 Uhr im Hof des Kurfürstlichen Schlosses beginnt, schildert Dieter Dörner, Leiter der Regionalgruppe des Historischen Vereins, die Vorgänge beginnend mit der verlorenen Schlacht am Weißen Berg (Prag).

Die Besetzung Ambergs, die Bemühungen der Jesuiten, die Bevölkerung zum Übertritt zum Katholizismus zu bewegen, die Auswanderung Unwilliger und die Etablierung mit dem Bau des Klosters sind weitere Themen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Amberger erfreuten sich laut Dörner zwar an den von den Jesuiten initiierten Passions- und Theaterspielen, an den Fronleichnamsprozessionen und am Barock: Nur katholisch wollten sie nicht werden. Herzog Maximilian stellte 1628 mit der Übertragung der Oberen Pfalz an Bayern, entsprechend den Festlegungen des Religionsfriedens, die Oberpfälzer vor die Alternative: katholisch werden oder auswandern.
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