Kein weiterer Ausbau vorgesehen
Krippen-Ziel erreicht

Die Zeit der skeptischen Blicke ist vorbei. Aus dem Rathaus heißt es, dass es im Stadtgebiet genügend Kinderkrippen gibt - wie hier in Christkönig. Weitere Plätze für unter Dreijährige seien nicht geplant. Archivbild: Steinbacher

Als der Stadtrat im Juli 2007 beschloss, ein Bündnis für Familien zu gründen, war ein Aspekt zunächst eher Nebensache: Krippenplätze. Ab September desselben Jahres sollte es am Bergsteig und in der Erlöserkirche immerhin zwei Gruppen geben. Die beiden ersten ihrer Art im Stadtgebiet, bevor ein Jahr später die Kindertagesstätten St. Michael und Luitpoldhöhe dazukamen. 48 Plätze - mehr gab es damals nicht. Doch der Bedarf wuchs zusehends: Auf der Warteliste standen laut Statistiken des Jugendamts 56 Kinder. Aktuell scheint der Bedarf aber gedeckt.

"Wir haben das vom Stadtrat gesteckte Ziel erreicht", bestätigte Thomas Graml von der Pressestelle der Stadt auf Nachfrage und verwies auf 264 Betreuungsplätze für unter Dreijährige. "Der Stadtrat hat 264 Plätze vorgegeben und genau die haben wir jetzt auch." Damit hätten die Träger die Ausbau-Endphase erreicht.

Graml dazu wörtlich: "Es sind keine weiteren Krippenplätze in Planung. Zumindest sind uns bei der Stadt keine weiteren bekannt."

Schenkt man der Betreuungsplatz-Börse Glauben, die auf der Internetseite der Stadt einzusehen ist, gibt es aktuell sogar freie Plätze - in der Vergangenheit unvorstellbar.

Demnach sind die Einrichtungen in Christkönig, St. Georg, der Johanniter, in der Hl. Familie, in St. Michael, St. Konrad, am Schelmengraben, in der Erlöserkirche, der Hochschule, bei Siemens und in der Lebenshilfe ausgebucht. Doch der Stadtteil Luitpoldhöhe (3), St. Josef Raigering (1), das Klinikum St. Marien (1) und das Rote Kreuz (2) haben für das im Herbst beginnende neue Betreuungsjahr sogar noch Kapazitäten frei.

Diese Zahlen bestätigen das Jugendamt laut Thomas Graml in der Einschätzung, vernünftig geplant zu haben. Ob die 264 Plätze in Zukunft reichen werden oder gar aufgrund sinkender Geburtenzahlen Leerstände entstehen könnten, vermag bei der Stadt noch niemand seriös einzuschätzen. Eine Prognose ist laut Graml nicht möglich - vor allem mit Blick auf die Flüchtlingskinder, die in den nächsten Monaten und Jahren nach Amberg kommen könnten.
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