Keine weiteren Gebäude für Aufnahme vorgesehen
Im BWK soll es bei 280 Flüchtlingen bleiben

280 Flüchtlinge sollen ab dem Frühjahr ins ehemalige Bundeswehrkrankenhaus (BWK) einziehen. Das hat die AZ am Mittwoch exklusiv berichtet. Die Stadt bestätigte, dass sie zwei einstige Sanitätsgebäude angemietet hat, um dort eine Notunterkunft für rund 200 Menschen und dezentrale Wohnungen für 80 Leute unterzubringen. Damit ist das alte Bundeswehrkrankenhaus aber noch lange nicht "ausgelastet" - im Gegenteil stehen dort weitere Bauten zur Verfügung, zum Beispiel das alte Bettenhaus (Bild), die für Aslybewerber genutzt werden könnten. Ist das geplant? Sollen an der Köferinger Straße weitere Bauwerke mit Flüchtlingen belegt werden? Nein, lautet die Antwort auf diese Frage, die sich seit dem AZ-Bericht viele Bürger gestellt haben. Gegeben hat sie neben der Stadt der Münchner Rechtsanwalt Axel W. Bierbach, der für die ursprüngliche Eigentümer-Holding des BWK, die Golden Gate GmbH, die Insolvenzverwaltung macht. Nach seiner Auskunft beschränkt sich die Flüchtlingsaufnahme auf die beiden Sanitätstrakte und es sollen keine weiteren Gebäude auf dem gesamten Areal dafür verwendet werden. Weder mit der Stadt noch mit der Bezirksregierung oder dem Bund liefen derartige Gespräche. Laut Bierbach ist nach wie vor beabsichtigt, neben den bereits anderweitig vermieteten Flächen und Häusern übrige Teile der Liegenschaft zu verkaufen. Der Prozess dazu sei im Gange, dauere aber immer noch an. Zumal die vor Ort für die Verwaltung zuständige Park Campus GmbH, eine Tochtergesellschaft von Golden Gate, nicht insolvent sei und "keinen Zeitdruck" habe, möglichst en bloc zu veräußern.

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