Kinder und Jugendliche vor dem Rauchen warnen
Gar nicht erst anfangen

Der Arbeitskreis Gesundheit des Bündnisses für Familien hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Rauchens zu warnen. Diese Zielgruppe rückt immer mehr in den Fokus der Präventionsarbeit.

Amberg. "Der Schutz vor den Gefahren des Rauchens - insbesondere von Kindern und Jugendlichen - erlaubt keine weiteren Verzögerungen." Diese Ansicht vertreten die Mitglieder des Bündnisses für Familie, insbesondere die beiden Themenverantwortlichen des Arbeitskreises "Familie und Gesundheit", Karin Meixner-Nentwig und Wolfgang Händlmeyer.

Bereits im Mai 2014 riefen die beiden laut einer Pressemitteilung Vertreter von Ämtern, Organisationen und Einrichtungen dazu auf, sich mit ihnen zusammenzuschließen. Das Ziel: Sich angesichts von 110 000 Todesopfern pro Jahr in Deutschland und vielen weiteren Krankheiten, die durch das Rauchen ausgelöst oder gefördert werden. gemeinsam dieses wichtigen Themas annehmen.

Auch für E-Varianten


Dabei verfolgten sie das Ziel, besonders Kinder und Jugendliche mit gezielten Kampagnen vor einem frühen Einstieg in das Rauchen von Zigaretten und E-Zigaretten, Shishas und E-Shishas zu warnen und sie davor zu bewahren. Mit dem Gesundheitsamt und der Polizei, dem Staatlichen Schulamt und dem Klinikum St. Marien, dem Jugendzentrum und der kommunalen Jugendarbeit, dem Kinderschutzbund und der AOK sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie folgte demnach eine Reihe von Institutionen diesem Aufruf.

Dazu wurden mehrere Projekte ins Leben gerufen. So fand von November 2014 bis April 2015 unter Beteiligung von 13 Klassen aus acht Schulen erstmals der Wettbewerb "Be smart - Don't start" statt. Dieses Projekt stand auch beim Gesundheitstag, an dem sich das Aktionsbündnis beteiligte, im Mittelpunkt.

Schließlich konnten die Akteure bei der erneuten Ausschreibung mit der Laufzeit November 2015 bis April dieses Jahres erneut einige Schulen als Teilnehmer gewinnen. Auch die zweimalige Übernahme der vom Jugendamt Nürnberg konzipierten Ausstellung "Krass" in das Jugendzentrum Klärwerk habe sich als Erfolg erwiesen. So hatten bei der ersten Auflage im Januar 2015 insgesamt 13 Klassen mit 320 Schülern die Präsentation besichtigt.

Auch in der zweiten Runde zu Beginn dieses Jahres nahmen sieben Klassen das Angebot an, das Kindern und Jugendlichen eine Fülle von Informationen zum Thema Rauchen liefert. Für große Freude habe nun bei Karin Meixner-Nentwig und Wolfgang Händlmeyer die Nachricht gesorgt, dass von Bundestag und Bundesrat ein Verkaufsverbot für elektronische Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche beschlossen wurde. Das neue Gesetz enthält zum Beispiel diese Regelungen: Rauchtabakerzeugnisse müssen Warnhinweise in Form einer Kombination aus Text und Bild enthalten; die geltenden Werbebeschränkungen werden auf E-Zigaretten und E-Shishas übertragen; das Rauchen von E-Zigaretten und E-Shishas in der Öffentlichkeit ist für Kinder und Jugendliche verboten; Zigaretten und Tabak, bei denen der Tabakgeschmack durch Aromen überdeckt werden soll, sind ebenfalls nicht mehr erlaubt.

Mehr Produktsicherheit


Außerdem weiß Karin Meixner-Nentwig zu berichten, dass Vorgaben an die Produktsicherheit von E-Zigaretten und Nachfüllbehältern gemacht worden sind. "Wir finden, dies ist ein großer Tag für den gesundheitlichen Verbraucherschutz und die Tabakprävention."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.