Kinderfest auf dem Landesgartenschaugelände
Spieleprofis am Start

Tapfer hielten sich die Besucher vor der Bühne in der prallen Sonne: Die sportlichen Darbietungen fesselten die Zuschauer. Beim Kinderfest auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände kamen heuer wieder Hunderte von Besuchern voll und ganz auf ihre Kosten. Bilder: Steinbacher (8)

Hochroter Kopf, verschwitztes T-Shirt und um das Handgelenk einen Luftballon gebunden - die Besucher des Kinderfestes lassen sich in wenigen Worten beschreiben. Hunderte Mädchen und Buben erstürmten am Sonntag das ehemalige Landesgartenschaugelände ein. Es war ihr Tag.

Während die Eltern auf der Suche nach ein bisschen Schatten verzweifelt rundum blickten, stellten sich die Kinder mit bewundernswerter Hartnäckigkeit an jeder Schlange an, um Glücksrad zu drehen, Diamanten zu suchen, die Kletterwand zu erobern und sich das Gesicht oder die Arme bemalen zu lassen. Die ganz Harten harrten in der Sonne vor der großen Bühne am Wasserrad aus, und bewunderten die Show-Acts. Dazu gehörten Amberger Tanz- und Ballettschulen genauso wie die beiden Rock-'n'-Roll-Clubs Quick Feet und Schubidu. Mit akrobatischen Einlagen begeisterten die Tanzsportler ihre Fans. Überhaupt waren die sportlichen Darbietungen bei diesem Kinderfest ziemlich actionreich. Ein paar Meter weiter, kurz nachdem man sich an der großen Dinosaurier-Hüpfburg vorbei gewagt hatte, zeigten die Kunstturnerinnen des TV 1861 ihr Können. Zwischen 30 bis 35 Mädchen trainieren bis zu dreimal pro Woche Handstände, Räder, Flickflacks und andere wilden Sprünge. Warum? "Weil es Spaß macht, man kann sich immer neue Ziele setzen", sagten Emma (13) und Maja (12). "Und das Beste ist: Turnen kann nicht jeder", meinte Franziska (15) selbstbewusst. "Genau, einem Fußball kann jeder hinterherrennen", mischten sich die anderen Mädchen in das Gespräch ein.

Ein paar Stationen weiter gab es etwas zu entdecken, was auch nicht jeder kann. Kambodschanisch schreiben, zum Beispiel. Außerdem hatten die Besucher die Möglichkeit, etwas in Arabisch, Somalisch, Kurdisch, Urdu, Pashto, Russisch und - okay, jetzt wird's fast langweilig - Englisch verfassen zu lassen. Emid Akbari, seit neun Monaten in Deutschland, sprach fließend Deutsch und erklärte das Angebot des Caritas-Verbandes. Er bestritt gemeinsam mit vier jungen Leuten die interkulturelle Schreibwerkstatt.

Was auf die Ohren gab es direkt gegenüber bei der Knappschaftskapelle. Glück hatte, wer sich nicht direkt vor eines der 15 Blasinstrumente setzte, denn die Kinder entlockten den glänzenden Gegenständen oft lustige Töne. "Tatsächlich sind seit dem vergangenen Jahr doch einige Schüler hängengeblieben", freute sich Vorsitzender Bernhard Füger.

Deshalb sei es eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass der Verein auch heuer wieder mit von der Partie war. Insgesamt 40 Mitmachstationen lockten die Kinder am Sonntag auf das ehemalige Landesgartenschaugelände. Das Fest wurde von der Kommunalen Jugendarbeit organisiert und von Sponsoren, darunter die Amberger Zeitung, unterstützt.

Was hat Dir beim Kinderfest am besten gefallen?


Der Dinosaurier. Der hatte gerade keine Luft mehr und die Nase lag am Boden.Nico (5) aus Wolfertsfeld


Am besten hat mir das Trompetespielen gefallen.Sharlyn (8) aus Schönlind
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